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Zecken richtig entfernen

Wie man die kleinen Plagegeister am besten los wird, erklärt Martin Komorek. Der Biologe arbeitet als Zeckenexperte in Heidelberg.

Zange, Karte, Pinzette: Wie entferne ich eine Zecke richtig?

Komorek: Es gibt eine große Anzahl an Hilfsmitteln, um eine Zecke zu entfernen. Ich bevorzuge eine sehr spitze und zulaufende Pinzette. Mit ihr kann man sehr dicht über der Haut die Zecke packen. Dann lässt sie sich mit leichten Lockerungsbewegungen nach links und rechts herausziehen. Wer möchte, kann, wie oft empfohlen, die Zecke nach links oder rechts drehen. Das schadet nicht, nutzt aber auch nichts, da die Zecke kein Gewinde hat.

Muss ich die Stelle nach dem Entfernen desinfizieren?

Komorek: Am wichtigsten ist es, die Zecke nicht zu quetschen, damit sie keine Krankheiten überträgt. Wer möchte, kann die Stelle gerne desinfizieren oder eine Wundcreme auftragen. Wichtig ist es, die Einstichstelle in den kommenden zwei bis drei Wochen zu beobachten. Falls sich in dieser Zeit ein roter Fleck bildet, empfehle ich, zum Arzt zu gehen.

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Was halten Sie davon, die Zecke mit den Fingern zu entfernen?

Komorek: Wer relativ lange Fingernägel besitzt, kann im Notfall seine Hände benutzen, um eine Zecke zu entfernen. Anders sieht es mit Hausmitteln wie Öl, Klebstoff oder Nagellack aus. Davon rate ich ab. Diese Mittel sollen dafür sorgen, dass die Zecke erstickt und abfällt. In ihrem Todeskampf sondert sie jedoch eine Menge Speichel in die Wunde ab. Dann kann sie erst recht Krankheitserreger übertragen.

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