Sie sind in: Startseite Wissen Gesundheitslexikon Körperpflege Tipps gegen häufige Hautkrankheiten

Wissen

Frau mit Sonnenhut

Ein Sonnenhut und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor halten UV-Strahlung von der Haut ab.
© mauritius images

Tipps gegen häufige Hautkrankheiten

Warzen

Oft verschwinden die durch Viren ausgelösten gutartigen Hornhautwucherungen nach einiger Zeit von selbst. Wer darauf nicht warten will, kann auf Pflaster oder Tinkturen aus der Apotheke zurückgreifen, deren Inhaltsstoffe Warzen aufweichen, sodass sie sich gut entfernen lassen. Dies muss mehrfach wiederholt werden. Außerdem lässt sich Warzengewebe mit Ätzlösungen bekämpfen.

Flache Warzen behandelt man auch mit Schälmitteln oder mit rezeptfreien Präparaten, die es ermöglichen, die Warzen zu vereisen. Wenn solche Maßnahmen nicht ausreichen, kann ein Arzt Warzen mit technischen und mechanischen Mitteln beseitigen: zum Beispiel mit der sogenannten Elektrokoagulation, mittels Laser, durch Abschleifen oder durch Herausschneiden. Möglichst nicht an Warzen kratzen! Sonst breiten sie sich aus, und es kommt leichter zu Infektionen und Entzündungen.

Anzeige

Fußpilz

Fußpilz sitzt häufig zwischen den Zehen, er kann aber auch an der Fußsohle vorkommen, besonders bei Diabetikern. Einige der Symptome: entzündete, juckende Haut, weißliche Beläge oder Bläschen. Die Diagnose muss ein Arzt stellen. Behandelt werden zunächst die Hautentzündungen, etwa mit gerbstoffhaltigen Fußbädern. Äußerlich aufgetragene Antipilzmittel, die Wirkstoffe wie Clotrimazol, Bifonazol, Terbinafin, Ciclopirox oder Amorolfin enthalten, vertreiben in der Regel den Pilz, wenn sie konsequent angewendet werden. In sehr hartnäckigen Fällen kann der Arzt Antipilzmittel in Tablettenform verordnen. Auch die Schuhe lassen sich mit Sprays behandeln, die Antipilzmittel enthalten. Wichtig sind Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges Waschen der Füße und Sockenwechsel. Socken bei 60 Grad Celsius waschen. Weite Schuhe aus Leder oder Stoff bevorzugen, Sportschuhe nur zum Sport tragen und danach gut auslüften. In Hotels, Schwimmbädern, Saunen oder Fitnesscentern soweit möglich nicht barfuß laufen.

Nagelpilz

Weißlich bis gelblich verfärbte, sich abhebende, teils sogar krümelige Nägel: Das kann auf einen Nagelpilz hindeuten. Bei Verdacht den Arzt aufsuchen. Zur Behandlung trägt man befallene Nagelteile mit einer Feile ab, harnstoffhaltige Cremes erleichtern dies. Danach trägt man Cremes oder Nagellacke mit Antipilzmitteln auf. Ein wasserlöslicher, elastischer Lack mit Ciclopirox soll eine gute Nagelgängigkeit des Wirkstoffs aufweisen, und man kann den Film später zum erneuten Lackieren einfach abwaschen. Damit die äußerliche Behandlung Erfolg hat, darf noch nicht zu viel Nagelfläche befallen sein. Ob das der Fall ist, entscheidet der Arzt. Genügt die äußerliche, lokale Behandlung nicht mehr, kann er Tabletten mit Antipilzmitteln verordnen. Die Nagelpilzbehandlung erfordert Geduld und aktive Mitarbeit der Patienten.

Trockene Füße

Sehr trockene Haut kann angeboren sein, möglicherweise aber auch auf Erkrankungen wie Diabetes, Neurodermitis oder Fußpilz zurückgehen. Ein Arzt entscheidet, wie dann vorzugehen ist. Um die Haut an den Füßen geschmeidiger zu halten, eignen sich Pflegecremes unter anderem mit Harnstoff, der Feuchtigkeit in der Haut hält. Nach dem Baden die Füße sorgfältig abtrocknen und reichlich eincremen. Möglichst rückfettende, milde Waschlotionen oder Badezusätze und nicht zu heißes Wasser verwenden. Die Bade- oder Duschzeit sollte man möglichst kurz halten.

Schrunden und Rhagaden

Trockene Haut neigt verstärkt dazu, einzureißen. Risse entstehen zudem bei übermäßiger Hornhautbildung, zu der es unter anderem an sehr belasteten Körperstellen wie den Füßen kommt. Geeignete Pflegeprodukte aus der Apotheke können verhindern, dass die Haut zu sehr austrocknet. Damit bleibt sie elastischer. Hornhaut kann man mit einem Bimsstein oder einer Hornhautfeile abreiben, am besten nach einem Bad. Eincremen danach nicht vergessen. Diabetiker sollten die Fußpflege am besten einem Podologen überlassen. Hilfreich ist stets gutes, nicht zu enges Schuhwerk, dessen Fußbett Druckbelastungen gut auffängt.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen