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Wintersport trotz Asthma

Wenn Asthmatiker bei körperlicher Anstrengung kalte Luft einatmen, kann dies das Risiko für ein Anstrengungsasthmas erhöhen. Besonders Kinder sind gefährdet.

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Medikamente (Dosier-Aerosole), die etwa zehn bis fünfzehn Minuten vor einer sportlichen Betätigung eingenommen werden, wie etwa Beta-2-Mimetika, eventuell auch in Kombination mit Cromoglicinsäure, können vor einem Anstrengungs-Asthma schützen. Welche Präparate im Einzelfall sinnvoll sind, sollten die Betroffenen mit ihrem Arzt absprechen. Eine Beratung zu Asthma-Medikamenten bietet außerdem jede Apotheke. Um einen sportiven Urlaub vorzubereiten, ist in jedem Fall ein guter Trainingszustand wichtig, um die Schwelle für die Auslösung eines Anstrengungs-Asthmas zu erhöhen.

Damit Asthma-Patienten beim Wintersport dennoch nicht außen vor bleiben müssen, gibt Professor Dr. Carl Bauer, Ärztlicher Direktor der Fachklinik Gaißach, folgende Tipps:

  • Beugen Sie besonders bei kalter Witterung Asthma-Anfällen rechtzeitig mit einer kontinuierlichen, antientzündlichen und die Bronchien entkrampfenden Therapie vor.
  • Wählen Sie eine Wintersportart, die Sie nicht zu sehr belastet. Ski Alpin oder Schlittschuhlaufen mit kleinen Pausen eignen sich für Asthmatiker.
  • Dosieren Sie Ihr Tempo und verhindern Sie zu schnelle und verstärkte Atmung!
  • Betreiben Sie nie Sport um jeden Preis. Verzichten sie bei ungünstiger Witterung oder Erkältung lieber einmal auf übermäßige Bewegung im Freien!
  • Erweitern Sie in Absprache mit Ihrem Arzt die Therapie bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder Grippe.

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