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Die Langzeit-Blutdruckmessung

Einzelmessungen reichen zur Kontrolle eines gut mit Medikamenten eingestellten Bluthochdrucks in der Regel aus. Doch bei der Suche nach den Ursachen eines schwer zu behandelnden Bluthochdrucks genügen einzelne Messwerte oft nicht mehr. Dann kann eine Langzeit-Blutdruckmessung weiterhelfen.

Gemittelte Werte sind ausschlaggebend

Um den Blutdruck über diesen Zeitraum kontinuierlich zu messen, erhalten die Betroffenen ein Gerät, dass sie mit sich herumtragen können. Am Arm wird eine Manschette befestigt, die das Gerät für jede Messung über eine Schlauchverbindung automatisch aufpumpt. Gemessen wird am Tag alle 15 und in der Nacht alle 30 Minuten. Aus den gespeicherten Messdaten lassen sich später Mittelwerte errechnen. Liegt der Mittelwert am Tag über 130 / 80 mmHg, hat der Betroffene Bluthochdruck. In der Nacht, also in Ruhe, liegt die Grenze bei einem Mittelwert von 120 / 70 mmHg.

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Nur geringe Fehlerquellen

Mit der automatischen Messung können Messfehler des Patienten ausgeschlossen werden. Auch unrealistisch hohe Messwerte in Kliniken und Arztpraxen, die dort durch eine den Blutdruck steigernde Atmosphäre entstehen können ("Weißkitteleffekt"), fallen bei einer 24-Stunden-Blutdruckmessung unter Alltagsbedingungen weg.

Günstige Einnahmezeit ermitteln

Die vergleichsweise fehlerfreien Daten der 24-Stunden-Blutdruckmessung können dazu beitragen, Menschen mit Bluthochdruck optimal mit Medikamenten zu versorgen. Weiterhin erhalten Arzt und Patient Hinweise auf die günstigsten Tageszeiten für die Einnahme der den Blutdruck senkenden Arzneimittel. Zu beachten ist auch, dass der Verlauf des Blutdrucks über den Tag hinweg dem Arzt hilft, Gründe für Probleme bei der Behandlung zu finden und gefährlich hohe Spitzenwerte zu entdecken.

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