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Gut über die Feiertage kommen

Wer sich schon vor den Feiertagen für "seinen" Weg durch die kulinarischen Genüsse entscheidet, braucht währenddessen nicht mit sich zu hadern. Doch welche Strategien gibt es?

Eingefleischte Diabetiker mit jahrelanger Erfahrung trauen sich oft einen Weg zu gehen, der sich auch für Urlaube eignet: Sie verlassen für die Dauer der Feiertage die Pfade der Disziplin und gestehen sich den ein oder anderen Blutzuckerausrutscher zu. Eine akzeptable Entscheidung, solange die Blutzuckerwerte wirklich nur über die Feiertage nicht ideal sind. Doch Achtung: Der Blutzucker darf auch dann nicht dauerhaft hoch sein, sonst droht eine schwere Entgleisung des Stoffwechsels.

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Verzicht feiern

Die zweite Strategie scheint auf den ersten Blick paradox, kann dem eigenen Wohlgefühl aber ungemein dienen: Über die Feiertage nicht mit der Masse schlemmen, sondern im Gegenteil, besonders strikt mit der Stoffwechseleinstellung sein. Warum? Weil dieser Weg das Stöhnen über den vollen Magen erspart, sich kein Pfund mehr um die Leibesmitte sammelt und auch lästiges Sodbrennen ausbleibt. Und das i-Tüpfelchen: hervorragende Blutzuckerwerte. Noch einen Schritt weiter geht, wer speziell über Weihnachten und Silvester verstärkt Bewegung ins Leben bringt. Also: mal Abstand nehmen vom Verwandtschaftsrummel und stattdessen ein paar Kilometer stramm spazieren gehen. Diabetiker, die sich bewusst für diese Strategie entscheiden, gehen oft mit einem ganz neuen Selbstbewusstsein ins nächste Jahr, denn das ›gegen den Strom schwimmen‹ gibt auch der Seele Kraft.

Schlemmen nach Maß

Wer die dritte Strategie wählt, entscheidet sich für die goldene Mitte: von allem etwas, aber in vernünftigen Mengen und mit Kenntnis des Kohlenhydratgehalts. Weil die Anzahl Kohlenhydrate bei Weihnachtsplätzchen je nach Sorte erheblich voneinander abweichen kann, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die in 100 Gramm oder pro Plätzchen enthaltenen Kohlenhydrate deklariert sind. Ganz auf Nummer sicher geht, wer Plätzchen selber backt. Dafür kann man zwar Fruchtzucker verwenden, doch auch Haushaltszucker ist heute kein Tabu mehr: Zehn Prozent der Gesamtenergie eines Tages dürfen sich aus normalem Haushaltszucker beziehungsweise aus zuckerhaltigen -Lebensmitteln speisen, das entspricht etwa 50 Gramm. Ein Freiheitsgrad, der bei zuckerhaltigen Getränken endet. Denn bei deren Genuss schießt der Blutzucker in die Höhe. Ein Effekt, der nur im Rahmen einer Unterzuckerung erwünscht ist.

Gleich, für welche Strategie man sich entscheidet, eines sollte nicht dabei sein: ein schlechtes Gewissen. Dann fällt es auch leichter, der Verwandtschaft Kontra zu geben, die entweder empört fragt: "Das darfst Du alles essen? Du bist doch zuckerkrank!?" oder immer wieder lockt: "Na, iss doch, das bisschen Zucker schadet Dir sicher nicht."

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