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Blutzuckerkontrolle: gut eingestellt gegen Spätschäden

Bei Diabetikern ist der Zuckerstoffwechsel aus dem Gleichgewicht geraten. Die Blutzuckerwerte schnellen nach dem Essen in ungesunde Höhen, ohne sich wieder zu normalisieren.

Das liegt daran, weil das regulierende Hormon Insulin entweder ganz fehlt oder der Körper nicht mehr auf das vorhandene Insulin reagiert. Eine regelmäßige Kontrolle der Blutzuckerwerte gehört daher zum Pflichtprogramm bei Diabetes. Wer mehrmals täglich Insulin spritzt, um den Blutzucker im Rahmen zu halten, stimmt die Insulindosis jeweils auf die Mahlzeiten und den aktuellen Blutzuckerwert ab. Heutzutage kein Problem mehr. Denn die modernen Messgeräte sind klein und handlich, so dass sie überallhin mitgenommen werden können. Die Messprozedur geht recht schnell: Mit einer kleinen Lanzette sticht man in die Fingerkuppe, um einen Blutstropfen zu gewinnen. Das Blut wird auf einen dem Messgerät angepassten Teststreifen aufgetragen und dieser in das Gerät eingeschoben. Einige Augenblicke später zeigt es das Ergebnis an.

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Das Ziel jeder Diabetestherapie ist eine dauerhaft gute Blutzuckereinstellung. Diese verringert das Risiko für Spätschäden wie Arteriosklerose, Nierenversagen, Augenveränderungen oder periphere Nervenstörungen. Neben den reinen Blutzuckerwerten bestimmt der Arzt bei der Routineuntersuchung von Diabetikern auch den so genannten HbA1c-Wert. Dieser gibt an, wie viel einer bestimmten Form des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin an Glukose gebunden vorliegt. Je mehr Glukose im Blut, desto mehr davon verbindet sich mit dem Blutfarbstoff. Da die Bindung sehr stabil ist und Hämoglobin etwa ein Vierteljahr im Körper überlebt, lässt der HbA1c-Wert Aussagen darüber zu, wie gut die Blutzuckereinstellung in den zurückliegenden drei Monaten gewesen ist. Ist der HbA1c-Wert um ein Prozent erhöht, lag der Blutzuckerwert in den vorangehenden Monaten durchschnittlich 30 mg/dl (1,7 mmol/l) über dem Normbereich.

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