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Erhöhte Blutungsneigung

Was ist das? - Definition
Störungen der Blutgerinnung.

Wie wird es noch genannt? - Andere Bezeichnungen
  • Hämorrhagische Diathese

Wie kommt es dazu? - Mögliche Ursache
Die Blutplättchen, Thrombozyten genannt, sind die Zellen in unserem Blut, deren Aufgabe die Blutgerinnung ist. Doch damit diese regelrecht funktioniert, bedarf es eines feinen Zusammenspiels der Thrombozyten, der Gefäßwand und der Blutgerinnungsfaktoren.
Dies Zusammenspiel kann in verschiedener Weise gestört sein:
  • Eine der häufigsten Ursachen einer erhöhten Blutungsneigung ist medikamentös bedingt. Bei bestimmten Erkrankungen, z.B. nach einer Thrombose setzt man zur Vorbeugung die Blutgerinnung mittels spezieller Medikamente herab.
  • Bei manchen Knochenmarkserkrankungen vermindert sich die Anzahl der Thrombozyten.
  • Bei der Bluterkrankheit liegt ein angeborener Mangel an bestimmten Blutgerinnungsfaktoren vor.
  • Sehr selten ist ein Zusammenbruch der Gerinnung im Rahmen einer Sepsis, einer Blutvergiftung.
  • Bei einer Leberzirrhose ist die Funktion der Leber soweit eingeschränkt, dass sie keine Gerinnungsfaktoren mehr bilden kann.
  • Bei älteren Menschen zeigen sich oft Hauteinblutungen. Dies liegt an einer vermehrten Brüchigkeit der kleinen Hautgefäße.


Wie macht es sich bemerkbar? - Symptome
Je nach Ursache der Blutgerinnungsstörung finden sich unterschiedliche Symptome:
  • Sinkt die Blutgerinnung durch Tabletteneinnahme stark ab, können sich Nasen- oder Zahnfleischbluten zeigen.
  • Eine verminderte Anzahl der Thrombozyten zeigt sich in stecknadelkopfgroßen Hautblutungen. Doch diese findet man erst bei einer sehr starken Verminderung der Zellen.
  • Bei der Bluterkrankheit können schon kleine Verletzungen zu ausgedehnten Blutergüssen führen.


Wie geht es weiter? - Verlauf und Komplikationen
Müssen entsprechende Medikamente eingenommen werden, wird regelmäßig die Blutgerinnung kontrolliert, so dass Komplikationen selten sind. Gravierender ist ein Zusammenbruch der Blutgerinnung im Rahmen einer Blutvergiftung. Es kann zu schwer stillbaren inneren Blutungen kommen.
Dank der heute möglichen Gabe von Gerinnungsfaktoren, sind bei einem angeborenen Mangel an Gerinnungsfaktoren schwerwiegende Komplikationen wie spontane Muskel- oder Gelenksblutungen selten geworden.


Was rät die Großmutter? - Hausmittel und Verhaltenstipps

   Bei Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten muss regelmäßig die Blutgerinnung überprüft werden.

   Bei häufigerem Nasenbluten ohne erkennbare Ursache sollte eine Blutgerinnungsstörung ausgeschlossen werden.


Die Information liefert nur eine kurze Beschreibung des Krankheitsbildes, die keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Sie sollte keinesfalls eine Grundlage sein, um selbst ein Krankheitsbild zu erkennen oder zu behandeln. Sollten bei Ihnen die beschriebenen Beschwerden auftreten, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

© ABDATA

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