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Kleines Hustenlexikon

Mindestens dreimal so schnell wie ein ICE-Zug: Mit beinahe Schallgeschwindigkeit rast der Husten durch die Atemwege. Mehr über diesen wichtigen Reflex erfahren Sie in unserem kleinen Lexikon.

Bellender Krupphusten gilt als Zeichen für einen Pseudokrupp, bei dem sich die Atemwege verengen. Unter ihm leiden besonders Kleinkinder und Säuglinge. Stakkatohusten ist typisch für den bakteriell bedingten Keuchhusten. Aufgrund der insgesamt sehr langen Krankheitsdauer hat er auch die Bezeichnung "100-Tage-Husten".

Bronchitis bedeutet, dass sich die Bronchien entzündet haben. Und auch hier tritt Husten auf. Unterschieden werden die akute und die chronische Bronchitis, wobei Letztere häufig durch dauerhaftes Rauchen hervorgerufen wird.

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Hustenlöser, fachsprachlich Expektorantien, lockern den zähflüssigen Schleim und erleichtern so das Abhusten. Sie nimmt man vorrangig am Tag ein. Als Hustenlöser dienen Wirkstoffe wie Acetylcystein, Bromhexin oder Ambroxol. Ebenfalls bewährt haben sich Extrakte aus Efeublättern, die es als Liquid, Brausetabletten, Tropfen, Tabletten, Saft und Zäpfchen gibt. Um bakterielle Infekte der Atemwege zu bekämpfen, bietet sich auch das natürliche Antibiotikum Fusafungin an, das mit Hilfe eines Sprühmechanismus inhaliert wird.

Hustenstiller, auch Antitussiva genannt, unterdrücken den Hustenreiz. Sie enthalten beispielsweise Codein oder Dextromethorphan. Sie kommen nachts zum Einsatz, um einen ungestörten Schlaf zu gewährleisten.

Hustentees enthalten pflanzliche Heilmittel. Neben dem bereits erwähnten Isländisch Moos und Spitzwegerich lindern auch Eibischwurzel und Huflattichblätter den Hustenreiz. Primel und Thymian wirken auswurffördernd.

Konzerthusten gilt als Schreckgespenst der meisten Dirigenten. Dieser Husten kommt meist ohne Vorwarnung. Daher haben erfahrene Musikliebhaber beim Konzertbesuch stets reizlindernde Hustenbonbons mit pflanzlichen Extrakten, zum Beispiel aus Isländisch Moos oder Spitzwegerich, dabei. Diese wirken wie Balsam auf die gereizte Schleimhaut von Hals und Rachen.

"Produktiver" Husten ist mit Schleimbildung verbunden und tritt meist als Folge einer Erkältung auf. Er kann jedoch auch Symptom anderer schwerwiegender Grunderkrankungen wie der chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) sein. Im Gegensatz zu Asthma, das sehr ähnliche Krankheitszeichen besitzt, tritt sie zumeist erst als Folge eines langjährigen Nikotinkonsums im vierten oder fünften Lebensjahrzehnt auf. Als oftmals erstes Zeichen einer Asthma-Attacke ist der Husten zumeist trocken. COPD-Patienten husten dagegen vor allem morgens viel Schleim.

Reizhusten heißt ein trockener, also "unproduktiver" Husten. Denn der Körper wird mit ihm keinen Schleim los, der in den Atemwegen fest sitzt. Reizhusten tritt in der Frühphase von Erkältungen auf, aber auch bei Allergien und als Nebenwirkung bestimmter Arzneimittel. Etwa von ACE-Hemmern, die vor allem gegen hohen Blutdruck zum Einsatz kommen.

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