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Sommergrippe keine Chance geben

Während der Körper im Winter übermäßig mit dem Kälteschutz und dem mangelnden Licht zu tun hat, stresst ihn im Sommer – so unwahrscheinlich es auch klingen mag – gerade das Gegenteil.

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Zu viel Sonne schadet dem Immunsystem. Dazu noch die Temperaturunterschiede: Der erhitzte Körper, der ins kühle Nass des Schwimmbades taucht, der den Kopf in den Wind streckt oder die kühlen Nächte auf der Terrasse genießt: einfach zu viel für das komplizierte Abwehrsystem unseres Organismus. Schnupfen, Husten, Fieber, Erbrechen oder Durchfall – die Sommergrippe ist die Folge.

Die Sommergrippe unterscheidet sich medizinisch nicht vom grippalen Infekt im Winter. Es handelt sich ausdrücklich nicht um die gefürchtete echte Grippe, die Influenza. Die Symptome der Sommergrippe kuriert man am besten mit entsprechenden Mitteln aus der Apotheke:

  • Hustenmittel, je nach Art des Hustens einen Hustenstiller oder Hustenlöser wählen,
  • Schnupfenspray oder -tropfen bei verstopfter Nase,
  • Kopfschmerzen und Fieber mit fiebersenkenden Schmerzmitteln behandeln, zum Beispiel mit Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS).

Nicht mit Infektionen durch Zecken verwechseln

So ähnlich wie grippekrank fühlt sich auch, wer sich mit Erregern aus Zecken infiziert hat. Sowohl die Krankheit mit dem unaussprechlichen Namen Frühsommer-Meningo-Enzephalitis als auch die Borreliose täuschen eine Grippe vor. Bei einem vorangegangenen Zeckenstich dann den Arzt aufsuchen!

Das beugt Erkältung und Durchfall vor:

  • Zugluft und hohe Temperaturunterschiede vermeiden,
  • rechtzeitig abends aus der Kühle ins Zimmer gehen oder etwas
    Warmes anziehen,
  • nasse oder durchgeschwitzte Kleidungsstücke so schnell
    wie möglich ausziehen,
  • Sonnenbaden nicht übertreiben,
  • Obst schälen oder waschen,
  • verderbliche Lebensmittel gut kühlen, Eier im Hochsommer
    lieber hart kochen und Geflügel wegen der Salmonellengefahr
    immer gut durchbraten,
  • Schleimhäute in Mund und Nase feucht halten, also viel trinken;
    bei Radtouren immer mal ein Bonbon lutschen; eventuell
    Salzwasser-Nasensprays verwenden, denn trockene
    Schleimhäute sind abwehrschwach; Achtung Klimaanlagen,
  • sich ausreichend mit Vitaminen versorgen und eventuell
    das Immunsystem unterstützen, beispielsweise mit
    pflanzlichen Immunstimulanzien aus der Apotheke.

Sommergrippe, das heißt auch oft Durchfall. Wichtigste Therapie: den Flüssigkeitsverlust ausgleichen und dafür sorgen, dass das Wasser im Körper bleibt. Das funktioniert am besten mit speziellen Elektrolytmischungen aus der Apotheke. Es gibt sie für Erwachsene und Kinder in verschiedenen Zusammensetzungen. Sie sorgen dafür, dass das Wasser im Körper gebunden wird. Darüber hinaus stoppt der Arzneistoff Loperamid den Durchfall effektiv, vor dessen Anwendung möglichst Rücksprache mit dem Arzt halten. Die Apotheke hält darüber hinaus aber auch andere Mittel bereit. Bei blutigen Durchfällen und Fieber sollte immer der Arzt zu Rate gezogen werden.

Zur Vorbeugung von Reisedurchfällen gibt es auch eine Impfung. Ein neuer Cholera-Impfstoff hat sich wirksam gegen den häufigsten Erreger von "Montezumas Rache" gezeigt. Er wirkt nicht zu 100 Prozent, aber für bestimmte Menschen mit chronischen Erkrankungen kann er eine große Erleichterung sein. Behördlich zugelassen ist dieser Impfstoff allerdings nur zur Vorbeugung von Cholera.

Homöopathischer Tipp

Wenn Camphora D3 im Frühstadium einer Erkältung eingenommen wird, kann der Infekt damit erfahrungsgemäß abgefangen werden. Erste Anzeichen sind zum Beispiel Unwohlsein, Frösteln oder Niesen. Nicht bei Säuglingen und Kleinkindern unter zwei Jahren anwenden!

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