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Schlafapnoe

Apnoe bedeutet Atemstillstand. Von dem Schlaf-Apnoe-Syndrom spricht man, wenn während des Schlafes die Atmung 5 mal pro Stunde länger als zehn Sekunden aussetzt.

Durch die Aussetzer nimmt der Körper zu weinig Sauerstoff auf. Durch den Sauerstoffmangel schrillt im Körper eine "Alarmglocke". Puls und Blutdruck erhöhen sich drastisch, bis die Atmung wieder – meist mit einem lauten Schnarchgeräusch – einsetzt, bis zum nächsten Stillstand. Nicht nur Müdigkeit am Tag sind die Folge. Auf lange Sicht werden Organe wie das Gehirn und die Blutgefäße geschädigt. Außerdem kommt es zu Bluthochdruck und Herz-Rhythmusstörungen. Schnarchen erhöht das Risiko an einem Apnoe-Syndrom zu erkranken.

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Hilfe bringt eine spezielle Beatmungstechnik. Dazu muss nachts eine Atemmaske getragen werden. Bei einem Atemstillstand gelangt über sie mit Überdruck Luft in die Lungen. Alarmsignale bleiben aus. Die Menschen schlafen tiefer und fühlen sich leistungsfähiger.

Schlaf-Apnoe sowie Schnarchen erhöhen den Blutdruck, berichteten amerikanische Wissenschaftler. An der bisher größten Untersuchung von Menschen mit Schlaf-Apnoe nahmen rund 6.100 Männer und Frauen teil, bei denen man mehr als fünf Atemstillstands-Phasen pro Stunde Schlaf festgestellt hatte. Je mehr Apnoe-Phasen bei den Untersuchten auftraten, desto höher waren ihre Blutdruckwerte. Allerdings ließ man bei der Untersuchung Faktoren wie Alkohol- und Zigarettenkonsum, Gewicht und Geschlecht unbeachtet, die die Häufigkeit der Atempausen ebenfalls beeinflussen können.

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