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Pflege von Zahnersatz

Zahnersatz muss wie die eigenen Zähne sorgfältig gepflegt werden, denn Bakterien und Keime unterscheiden nicht, ob es sich um einen echten Zahn oder um Zahnersatz handelt. Zwar können die Bakterien den künstlichen Materialien nichts anhaben, sie können von dort aus aber auf die echten Zähne übergreifen oder die Mundschleimhaut entzünden. Fest sitzender Zahnersatz wie Brücken oder Kronen braucht daher genauso viele Putzeinheiten wie die übrigen Zähne, also mindestens zwei am Tag. Als Werkzeug dienen Zahnbürste und -paste. Die Paste sollte allerdings nicht zu viele Schmirgelsubstanzen enthalten, wie sie zum Beispiel in Weißmacher-Zahnpasten enthalten sind. Oberflächen aus Metall oder Keramik zerkratzen dadurch leicht, warnt das Zahntechniker-Handwerk Baden. Die Innung empfiehlt, spezielle Pasten und Zahnbürsten mit einem geeigneten Bürstenprofil zu verwenden.

Gebiss

Bakterien greifen auch Zahnersatz an.
© AOK-Mediendienst

Auch herausnehmbarer Zahnersatz reagiert empfindlich, zum einen auf Abrieb, zum anderen auf Beschädigung. Fassen Sie die Prothese daher nur an den stabilen Kunststoffteilen und nicht an den Befestigungselementen an. Damit nichts kaputt geht, sollten Sie die Prothese am besten über einem wassergefüllten Waschbecken herausnehmen und reinigen. Das Wasser bremst einen harten Aufprall, sollte die Prothese herunterfallen.

Beseitigen Sie zunächst Speisereste mit einer harten Zahnbürste oder einer Prothesenbürste. Mit speziellen Sprudeltabletten wird die Prothese von Bakterien befreit. Die Prozedur ist jeden Tag nötig.

Die gründlichste Methode, eine Prothese zu reinigen, ist das Ultraschallbad. Solche Bäder entfernen Beläge mit einer speziellen Reinigungsflüssigkeit und Ultraschallwellen sehr zuverlässig. Die Anschaffungskosten für solche Geräte sind im Vergleich zu den herkömmlichen Reinigungsverfahren hoch, manche Zahnarztpraxen bieten diesen Service aber an.

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