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Zahn-Implantate

Implantate sind neben Brücken eine Möglichkeit, kleinere und größere Zahnlücken zu schließen. Die Vorteile der Implantate: Die gesunde Zahnsubstanz benachbarter Zähne bleibt erhalten, weil diese nicht beschliffen werden müssen. Zudem bildet sich durch die mechanische Belastung der Kieferknochen nicht weiter zurück, wie das etwa bei Prothesen häufig der Fall ist.

Gebiss

Bei Implantaten müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen werden.
© DAK/Wigger

Implantate sitzen mit stift- oder T-förmigen Ankern aus Titan in der Knochensubstanz des Kiefers. Die Metallstifte, die die Zahnwurzel ersetzen, wachsen nach etwa drei bis sechs Monaten in das Zahnfleisch. Erst danach kann der eigentliche Zahnersatz auf die künstliche Zahnwurzel gesetzt werden. In der Einheilphase ist deshalb ein Provisorium nötig.

Anforderungen an den Kiefer

Damit Implantate im Kiefer halten, muss eine Mindest-Knochensubstanz vorhanden sein. Ist dem nicht so, können Spezialisten das Knochenfundament künstlich aufbauen, zum Beispiel mit Knochenersatzmaterialien oder körpereigenen Knochen. Bestimmte Labors haben sich darauf spezialisiert, menschliches Knochengewebe aus körpereigenen Zellen zu züchten. Diese Zellen werden nicht abgestoßen.

Empfehlungen des Deutschen Zentrums für orale Implantologie

Disk-Implantate sollen auch hier dank ihres Metallfußes Vorteile bieten und sogar bei minimaler Knochensubstanz fest sitzen. Das Deutsche Zentrum für orale Implantologie bevorzugt trotzdem Stiftimplantate und den vorherigen Aufbau des Kieferknochens. Man könne nicht ausschließen, dass sich die Knochensubstanz weiter zurückbildet und das Disk-Implantat dadurch locker wird. Es liegen noch keine Langzeitstudien zu dieser Art von Implantaten vor.

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