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Zahnweh am Wochenende: Notfall oder nicht?

Endlich Wochenende – und plötzlich beginnt ein Zahn zu schmerzen. Hier lesen Sie, in welchen Fällen der Termin beim Zahnarzt bis Montag Zeit hat und wann ein Besuch beim zahnärztlichen Notdienst sinnvoll ist.

Das hat Zeit

  • Zahn abgebrochen
    Ein Knirschen beim Biss in ein festes Nahrungsmittel, und plötzlich bricht ein Stückchen Zahn ab: Auch, wenn die entstehende meist scharfe Kante der Zunge unangenehm ist, reicht es, den Zahnarzt nach dem Wochenende aufzusuchen.
  • Zahnfüllung rausgefallen
    Löst sich eine Zahnfüllung, reagiert der ungefüllte Zahn zwar womöglich empfindlich auf heiße oder kalte Speisen. Ihm droht aber keine akute Gefahr. Neues Füllmaterial nach dem Wochenende genügt deshalb.´
  • Empfindliche Zähne
    Empfindliche Zahnhälse können ebenfalls Beschwerden verursachen. Sie machen sich zwar in aller Regel nicht akut bemerkbar, doch die Schmerzen können akut zunehmen, wenn Betroffene mit harten Zahnbürsten schrubben oder schleifmittelhaltige Zahncremes verwenden. Was über Samstag und Sonntag hilft: eine Zahnpflege mit Cremes, die speziell auf die empfindlichen Zahnhälse abgestimmt sind.

Das hat Eile

  • Zahn ausgeschlagen
    Anders bei einem ausgeschlagenen Zahn: Hier gilt es, den zahnärztlichen Notdienst so schnell wie möglich aufzusuchen. Denn der Zahn kann zurückgepflanzt werden und wieder einwachsen. Das gelingt aber nur, wenn er feucht gehalten wird. Dazu eignet sich eine Zahnrettungsbox, die mit einem entsprechenden Medium ausgestattet ist. Wer solch eine Dose nicht in seiner Hausapotheke parat hat, kann den Zahn für kurze Zeit auch in H-Milch aufbewahren.
  • Nerv entzündet
    Ebenfalls ein Notfall: Dauerschmerzen beim Kauen, auch ohne Belastung. Hier könnte der Zahnnerv entzündet sein. Damit sich die Entzündung nicht noch weiter ausbreitet, sollte der zahnärztliche Notdienst in Anspruch genommen werden.
  • Wurzel unter Druck
    Bei Zahnschmerzen unter Druck, geschwollenem Zahnfleisch und einer vorübergehenden Besserung durch Kälte ist der Zahnnerv wahrscheinlich abgestorben und die Wurzelspitze entzündet. Auch hier ist Gefahr in Verzug, weil ein Eiterherd entstehen kann. Um diesem Verlauf vorzubeugen, gleich am Wochenende den Zahnarzt aufsuchen.

Diese Schmerzmittel kommen infrage

Bei Zahnschmerzen helfen Schmerzmittel in Form von Trink- oder Brausetabletten sowie als Tropfen am schnellsten. Als Wirkstoffe kommen Ibuprofen oder Paracetamol zum Einsatz. Vorsicht beim Klassiker Acetylsalicylsäure: Er verstärkt die Blutungsneigung und sollte nicht vor oder nach Behandlungen, die mit einer Blutung verbunden sein können, eingenommen werden.

Der zahnärztliche Notdienst

Unter www.zahnarzt-notdienst.de finden Sie ein Angebot, das bundesweit bei Eingabe der Postleitzahl die Stelle(n) nennt, die in Ihrer Region den zahnärztlichen Notdienst übernehmen. Teilweise erscheint auch die Angabe, dass Informationen der Tagespresse zu entnehmen sind.

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