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Das Knie ist kompliziert und empfindlich

Das Knie schmerzt am häufigsten, wenn es anhaltend überlastet wird. Wer betroffen ist, hat Schmerzen im Bereich der Kniescheibe, besonders wenn es Treppen hinauf- oder herunter geht, beim Hinsetzen und bei langem Sitzen im Auto, Flugzeug, Kino oder Theater.

Der Schmerz resultiert aus muskulären Dysbalancen an jenen Gelenkstrukturen, die für das Beugen und Strecken des Knies zuständig sind. Die schmerzhafte Störung ist letztendlich auf einseitige körperliche Belastung zurückzuführen. Oder sie ist die Folge von unzureichendem Körpertraining.

Knie

Zu viel Training schadet dem Knie. Wer schlau ist, pausiert daher rechtzeitig.
© mauritius images

Menisken, Bänder, Rheuma

Jüngere Menschen zwischen 15 und 35, die Volley- oder Basketball, Handball oder Eishockey spielen, ebenso die Weit- und Hochspringer, laborieren besonders häufig an diesem Überlastungssyndrom. Andere Schmerzursachen sind Verletzungen von Menisken und Bändern, die bei Sport-, manchmal auch bei Verkehrsunfällen auftreten, und nicht zuletzt die Rheuma-Krankheiten Rheumatoide Arthritis und Arthrose.

Wie der Chefarzt der orthopädischen Abteilung im Hamburger Krankenhaus Barmbek, Professor Dr. Ekkehard Hille, hervorhebt, ist das Kniegelenk – das größte Gelenk des Körpers – kompliziert konstruiert und zudem sehr empfindlich. Muskeln, Sehnen und Bänder halten Ober- und Unterschenkel dort, wo beide im Kniegelenk aufeinander treffen, zusammen. Eine stabile knöcherne Verbindung, wie man sie vom Hüftgelenk mit Hüftpfanne und Hüftkopf kennt, gibt es beim Kniegelenk nicht.

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Zwischen den mit Knorpel überzogenen Enden von Ober- und Unterschenkel befinden sich der Innen- und der Außenmeniskus. Sie puffern den auf das Kniegelenk einwirkenden, mitunter starken Druck ab. Das innere und das äußere Seitenband, die beiden sich im Gelenkinnern kreuzenden Kreuzbänder sowie die Kniescheibe als Teil einer zum Oberschenkelmuskel gehörenden Sehne sorgen für Stabilität – so lange alles intakt ist. Doch die vielen Einzelteile des Knies verstärken seine Anfälligkeit für Verletzungen und Verschleiß.

Müde Muskeln durch Fehlbelastung

Gibt es beispielsweise beim Laufen einen plötzlichen Richtungswechsel, wie er bei fast jeder Art von Bewegungssport üblich ist, dann droht die periphere (Seitenbänder, Gelenkkapsel und Menisken) sowie die zentrale Rotationsbremse (beide Kreuzbänder) zu reißen. Auch Fehler beim Training und ungünstiges Trainingsgelände (zu steil oder nach einer Seite hängend) können sich nachteilig auf das Knie auswirken. Außerdem kommt es vor, dass Fehlbelastungen ebenso zu einer Ermüdung der Muskulatur führen wie die anatomischen Fehlformen X- und O-Beine oder Längendifferenzen bei den Beinen.

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