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Kraft tanken

In Zeiten knapper Kassen heißt es sparen. Und so paradox es klingen mag, das tut man am besten, indem man investiert – und zwar in seine Gesundheit.

Vorbeugen lautet deshalb das Stichwort. Mit einer so genannten ambulanten Vorsorgekur in staatlich anerkannten Heilbädern kann prinzipiell jeder, der leichte gesundheitliche Beschwerden im Keim ersticken will oder Risikofaktoren für bestimmte Erkrankungen mitbringt, etwas für seine Gesunderhaltung tun. Einen Schritt weiter geht die stationäre Vorsorge und Rehabilitation: In einer Kurklinik wird der Kurgast rund um die Uhr von medizinischem Personal betreut, mit dem Ziel, eine bestehende Krankheit zu heilen, Beschwerden zu lindern oder die Chronifizierung von Leiden zu verhindern.

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Frauen, die von Mehrfachbelastungen wie Kindererziehung, Beruf und zum Beispiel der Pflege kranker Angehöriger Abstand brauchen, bietet das Müttergenesungswerk die Möglichkeit, eine Auszeit zu nehmen. Während einer mehrwöchigen Kur können sich die Frauen wieder einmal auf sich selbst konzentrieren, verschleppte Krankheiten auskurieren oder sich mit Gleichgesinnten oder Fachkräften austauschen.

Aber auch Kuren gemeinsam mit Kind sind möglich, mit professioneller Kinderbetreuung. Zum Angebot gehören außerdem Spezialkuren für Alleinerziehende, für Mütter mit behinderten Kindern sowie für Frauen mit schweren Erkrankungen wie Krebs oder Multipler Sklerose.

Wem die Zeit für eine lange Kur oder das Geld für einen Wellnessurlaub fehlt, der kann sich auch in heimischer Umgebung vom Alltag erholen. Möglichkeiten gibt es genug. Zum Beispiel bieten Volkshochschulen, Turnvereine oder physiotherapeutische Einrichtungen Gesundheitskurse an, die je nach Art und Kursleitung von den gesetzlichen Krankenkassen mit bis zu 75 Euro bezuschusst werden.

Abnehmwillige und Ernährungsinteressierte finden ebenfalls über Volkshochschulen, Krankenkassen, aber auch häufig über Apothekenkurse oder Informationstage zu gesunder Ernährung und Ernährungsumstellung.

Um sich zu Hause vom Alltag erholen zu können, sollte man auch ab und zu "Nein" sagen und die ohnehin knapp bemessene Freizeit nicht randvoll mit Aktivitäten packen. Denn zum Entspannen, Ausruhen und Auskurieren gehört auch, etwas Zeit nur für sich zu haben und sei es, um einfach einmal gar nichts zu tun.

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