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Bockshornklee: in Apotheke und Küche zu Hause

Ohne es zu wissen, werden die meisten Menschen schon einmal Samen des Bockshornklees (Trigonella foenum-graecum) verzehrt haben. In gemahlener Form bilden sie einen Bestandteil der Gewürzmischung Curry, die sich aus der indischen Küche nicht wegdenken lässt. Als maßgebliche Zutat der Currywurst hat sich dieses gelbe Gewürz sogar einen festen Platz in der deutschen Imbisskultur gesichert.

Bockshornklee
© Jörn Hofmann/SIGN

Blätter und Triebe des Bockshornklees werden im fernen Osten häufig als Gemüse oder Salat verzehrt. Zusätzlich zu seinen kulinarischen Qualitäten schätzten schon die Ägypter vor über 3000 Jahren den Bockshornklee als Arzneimittel. Aber auch aktuelle Quellen sprechen sich für eine arzneiliche Verwendung von Bockshornkleesamen aus. So bescheinigte die mit Pflanzenheilkunde befasste Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes den gemahlenen Samen innerlich angewendet eine Wirkung gegen Appetitlosigkeit. Ebenso bestätigte das Expertengremium einen positiven Effekt bei der äußerlichen Anwendung: Umschläge aus getrockneten und gemahlenen Bockshornkleesamen lindern Hautentzündungen wie Ekzeme oder Furunkel. Wegen ihres hohen Anteils an Schleimstoffen erscheint auch die volksmedizinische Anwendung bei Katarrhen der oberen Atemwege sinnvoll.

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Für eine Tasse Tee einen halben Teelöffel (zwei bis drei Gramm) gemahlene Bockshornkleesamen mit kochendem Wasser überbrühen und 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Zwei bis drei Tassen am Tag trinken. Für Umschläge kocht man 50 Gramm der gemahlenen Samen etwa fünf Minuten lang mit einem viertel Liter Wasser, bis ein Brei entsteht. Diesen Brei lässt man etwas abkühlen, streicht ihn feucht-warm auf einen Baumwolllappen und legt diesen dann auf die betreffende Hautstelle.

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