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Eibisch – Wurzel mit wohltuenden Schleimstoffen

Bereits in der Antike wurde der von Asien nach Europa eingeschleppte Eibisch (Althaea officinalis) von den Heilkundigen Dioskurides und Plinius beschrieben. Damals wie heute stehen die Schleimstoffe, die in verschiedenen Teilen der Pflanze enthalten sind, im Mittelpunkt der Heilwirkung. Da die Wurzeln den größten Anteil an Schleimstoffen aufweisen, werden sie in der Pflanzenheilkunde bevorzugt verwendet.

Eibisch
© Jörn Hofmann/SIGN

In erster Linie werden Eibischzubereitungen bei entzündlichen Reizzuständen der Schleimhaut im Mund- und Rachenraum eingesetzt. Wie ein schützender Film legen sich die Schleimstoffe über die angegriffenen Stellen und dichten sie ab. Auf diese Weise lindert der Eibisch häufige Erkältungsbeschwerden wie Halsschmerzen und auch trockenen Reizhusten, der ebenfalls durch entzündete Stellen der Rachenschleimhaut verursacht werden kann. Darüber hinaus wirkt ein Eibischwurzeltee auch wohltuend bei leichten Entzündungen der Magenschleimhaut.

Für die Anwendung eignet sich sehr gut ein Tee, der aber – anders als die meisten Tees – mit kaltem Wasser zubereitet wird. Neben den Schleimstoffen enthalten Eibischwurzeln viel Stärke, die bei einem heißen Aufguss quellen und damit die Extraktion des Schleims behindern würde.

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Für eine Tasse Tee werden etwa ein bis zwei Teelöffel der getrockneten und zerkleinerten Wurzeln mit kaltem Wasser übergossen und unter häufigem Umrühren etwa 90 Minuten stehen gelassen. Danach abseihen und zum Trinken leicht erwärmen.

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