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Eichenrinde gegen entzündete Haut

Wegen ihres hohen Gehalts an Gerbstoffen verwendete man die Rinde verschiedener Eichenarten (zum Beispiel Quercus robur oder Quercus petraea) früher größtenteils zum Gerben von Leder. Mittlerweile wurde die Eichenrinde in der Lederindustrie größtenteils durch künstliche Gerbstoffe ersetzt. In der Naturheilkunde besitzt sie aber nach wie vor Bedeutung als Mittel gegen entzündliche Hauterkrankungen, auch im Mund- und Rachenbereich, oder gegen Durchfall.

Eichenrinde
© Jörn Hofmann/SIGN

Die Rinde wird im Frühjahr nur von jungen Zweigen der Eiche gewonnen, da bei älterer Rinde die Gerbstoffe größtenteils in nicht mehr gerbende Substanzen umgewandelt werden. Gerbstoffe wirken zusammenziehend. Sie reagieren mit dem Eiweiß oberer Hautbereiche und denaturieren es. Das bedeutet nichts anderes, als dass sie das Eiweiß ausfällen, ähnlich wie geronnene Milch, und sich eine zusammenhängende Schicht bildet. Sie dichten auf diese Weise offene oder entzündete Hautstellen ab und lindern Juckreiz.

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Bei Durchfall sollen die Gerbstoffe verhindern, dass zu viel Wasser ins Darminnere einströmt. Hierfür eignet sich ein Tee: Ein Gramm Eichenrinde wird mit einer Tasse kaltem Wasser angesetzt, kurz aufgekocht und nach fünf Minuten abgeseiht. Je eine Tasse dieses Tees wird dreimal täglich eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten getrunken. Umschläge und Spülungen für die äußerliche Anwendung auf der Haut oder den Schleimhäuten werden mit 20 Gramm Eichenrinde und einem Liter Wasser in ähnlicher Weise zubereitet.

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