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Flohsamen bringen den Darm in Gang

Flohsamen sind ein Gemisch von Samen mehrerer südländischer Arten der Pflanzengattung Plantago, im Deutschen auch Wegerich genannt. Nach der Einnahme binden sie Flüssigkeit im Darm, was den Durchfall lindert, aber hauptsächlich werden sie zum Abführen eingesetzt. Denn sie erhöhen das Stuhlvolumen und regen so die Verdauung auf milde Weise an.

Flohsamen
© Jörn Hofmann/SIGN

Die Samenschale enthält viel Schleim, der für diesen Effekt verantwortlich ist. Kommen die Flohsamen mit Wasser in Berührung, quellen die Samenschalen auf. Sie werden daher vor der Anwendung mehrere Stunden in Wasser eingelegt und erst danach eingenommen. Um zu verhindern, dass die Samen vorzeitig quellen und die Speiseröhre verstopfen, muss zusätzlich viel Flüssigkeit nachgetrunken werden. Die Samen halten die Feuchtigkeit während der Magen-Darm-Passage und sorgen so einige Stunden später für einen weichen Stuhlgang.

Bei Verstopfung empfehlen Experten, jeweils fünf Gramm in 100 Millilitern Wasser vorzuquellen und diese Menge zwei- bis sechsmal täglich einzunehmen. Ein bis zwei Gläser Flüssigkeit sollen nachgetrunken werden.

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Die Schalen der Indischen Flohsamen (Plantago ovata) sind als eigene Spezialität, die Flohsamenschalen, im Handel. Sie wirken wie die ganzen Samen, jedoch reicht eine kleinere Dosis. Besonders einfach lassen sich fertig gepulverte Präparate aus der Apotheke anwenden. Sie brauchen nicht länger vorzuquellen.

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