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Goldrutenkraut für Haut und Blase

Bereits die Germanen setzten die Goldrute (Solidago virgaurea) als Heilmittel ein, damals vorzugsweise zum Zwecke der Wundheilung. Ausschlaggebend dafür dürfte die entzündungshemmende Kraft der Pflanze gewesen sein. Seit dem 13. Jahrhundert kennt die Volksheilkunde auch die harntreibende Wirkung des Goldrutenkrauts.

Goldrute
© Jesko Donst

Inzwischen ließ sich dieser Effekt mit Hilfe wissenschaftlicher Methoden nachweisen. Die Goldrute besitzt damit auch heute noch ihren festen Platz in der naturmedizinischen Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Besonders bei Blasenentzündungen schätzt man die entzündungshemmenden, krampflösenden und harntreibenden Eigenschaften der Goldrute. Zudem wird sie auch bei Reizblase oder zur Durchspülung bei Steinleiden eingesetzt. Darüber hinaus empfiehlt die Kommission E, das Expertengremium für Pflanzenheilkunde des ehemaligen Bundesgesundheitsamts, die Goldrute zur Vorbeugung von Harnsteinen und Nierengrieß.

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Goldrute ist in vielen pflanzlichen Fertigarzneimitteln enthalten. Das Kraut lässt sich aber auch gut als Tee zubereiten. Dafür drei bis fünf Gramm Goldrutenkraut (ein bis zwei Teelöffel), das es in Apotheken gibt, mit 150 Millilitern kochendem Wasser überbrühen und zehn Minuten ziehen lassen. Über den Tag verteilt trinkt man zwischen den Mahlzeiten zwei bis vier Tassen dieses Tees. Zusätzlich sollte man darauf achten, insgesamt mindestens zwei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.

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