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Heidelbeere: leckere Medizin

Beim Waldspaziergang im Spätsommer sieht man häufig die kleinen, tiefblauen Früchte der Heidelbeere (Vaccinium myrtillus). Sie werden auch Blaubeeren genannt und sind auf der Nordhalbkugel weit verbreitet. Im Vorbeigehen gesammelt, ist eine Handvoll dieser Beeren eine kleine Köstlichkeit. Im Geschmack unterscheiden sich die Waldheidelbeeren deutlich von den üblicherweise zum Kauf angebotenen Kulturheidelbeeren: Es handelt sich dabei meist um Früchte von einer anderen Heidelbeerart, die etwas größer sind und helles Fruchtfleisch haben.

Heidelbeere
© Jörn Hofmann/SIGN

Heidelbeeren enthalten einen hohen Anteil an Gerbstoffen. Diese Substanzen wirken zusammenziehend auf die Darmschleimhaut und sollen auf diese Weise den Verlust von Flüssigkeit bei Durchfall eindämmen. Dieser Gerbstoffeffekt kann auch bei Entzündungen der Mundschleimhaut oder Hauterkrankungen genutzt werden, denn dadurch werden angegriffene Stellen abgedichtet.

Zu diesem Zweck gibt es Heidelbeeren in getrockneter Form in der Apotheke. Für die innerliche Anwendung kann man sowohl die ganzen Früchte mit etwas Flüssigkeit einnehmen oder einen Tee daraus bereiten. Dazu werden etwa zehn Gramm (zwei Teelöffel) getrocknete und zerstoßene Heidelbeeren mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergossen und zehn Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen und mehrmals täglich eine Tasse trinken. Abgekühlt eignet sich dieser Tee auch als Mundspüllösung oder für Umschläge.


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