Wissen

Johanniskraut für Psyche und Haut

Johanniskraut (Hypericum perforatum) erhielt seinen Namen, weil es im Sommer rund um den Johannistag seine strahlend gelben Blüten öffnet. An diesem Tag, dem 24. Juni, wird der Geburtstag von Johannes dem Täufer gefeiert; gleichzeitig handelt es sich um die Sommersonnenwende, den längsten Tag des Jahres. Fast scheint es, als ob die Pflanze das viele Licht, das sie in dieser hellsten Zeit des Jahres aufnimmt, speichern kann und an den Menschen weitergibt. Denn schon in der Volksheilkunde vergangener Jahrhunderte schätzte man ihre gemütsaufhellenden Qualitäten.

Johanniskraut
© Jesko Donst

Die Wirkung von Johanniskraut gegen leichte bis mittelschwere Depressionen konnte auch mit modernen Untersuchungsmethoden bestätigt werden und steht dem Nutzen von synthetischen Medikamenten kaum nach. Daher fand es als eine der wenigen Heilpflanzen seinen Weg auf die Ausnahmeliste der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel, die Ärzte noch zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherungen verordnen dürfen.

Für die Arzneimittelherstellung gebraucht man meist Pflanzenextrakte, die mit Methyl- oder Ethylalkohol bereitet wurden. Die Auszüge werden in Tabletten, aber auch in Salben verarbeitet. Die Salbe wirkt gegen Neurodermitis, weil Johanniskraut äußerlich angewendet bei dieser Krankheit die juckenden Hautentzündungen lindern kann.





Anzeige

Buchtipps der Redaktion von aponet.de:

"Verträgt sich das?"
Der Ratgeber nennt Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln und zwischen Medikamenten und Lebensmitteln. Für 11,90 Euro über Apotheken oder hier bestellbar.

"Homöopathie für die junge Familie"
Die homöopathische Behandlung basiert darauf, aufmerksam auf den eigenen Körper oder den des Kranken zu hören, ja, in ihn hineinzuspüren. In nur drei Schritten können Sie zum richtigen Mittel kommen, das zeigt dieser Ratgeber. Das Buch kostet 11,90 Euro. Bestellungen über Apotheken oder hier.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

Erkältung

Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Blutfettwerte

Cholesterin und Co.

Blutzucker

Heilpflanzen für den Zuckerstoffwechsel

Frauenleiden

Wechseljahrsbeschwerden und PMS

Haut und Wundheilung

Wunde oder Entzündung. Diese Pflanzen helfen.

Herz-Kreislauf

Heilpflanzen für Blutdruck und Kreislauf

Knochen und Gelenke

Gelenkschmerzen, Prellung und Verstauchung

Leber

Heilpflanzen, die bei Lebererkrankungen eingesetzt werden.

Magen und Darm

Heilpflanzen gegen Magen- und Verdauungsbeschwerden

Niere und Harnwege

Diese Heilpflanzen werden u.a. gegen Blasenentzündung eingesetzt.

Männerleiden

Prostatavergrößerung und Erektile Dysfunktion

Schlaf und Nerven

Baldrian, Johanniskraut und Co.

Schmerzen

Heilpflanzen gegen Muskel-, Zahn- oder Kopfschmerz

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen