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Leinsamen nützt Magen und Darm

Schon seit der Steinzeit wird der Lein, auch Flachs genannt, genutzt. Sein wissenschaftlicher Name Linum usitatissimum bedeutet übersetzt "überaus nützlicher Lein". Die Bezeichnung ist durchaus gerechtfertigt: Noch heute werden aus seinen Fasern Stoffe hergestellt, aus den Samen lässt sich das wertvolle Leinöl gewinnen – darüber hinaus dienen die Samen als Tierfutter – und natürlich sind Leinsamen auch als natürliches Arzneimittel beliebt.

Leinsamen
© Jörn Hofmann/SIGN

Hauptsächlich kommen die Samen bei Darmträgheit zum Einsatz. Auf ihrer festen Schale befinden sich Schleimstoffe, die beim Kontakt mit Flüssigkeit stark aufquellen. Zusätzlich enthalten sie einen großen Anteil Ballaststoffe. Beides trägt dazu bei, den Stuhlgang zu verbessern, denn nach der Einnahme vergrößern die Samen das Stuhlvolumen und regen die Darmbewegung an. Zusätzlich hilft der Leinsamenschleim auch gegen Magenschleimhautentzündungen.

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In der Apotheke kann man die Samen anstoßen (quetschen) oder schroten lassen. Beides ist für die abführende Wirkung nicht unbedingt erforderlich. Zwar quellen die geschroteten Samen etwas schneller als ganze, aber sie haben auch erheblich mehr Kalorien, da das Öl aus dem Innern der Samen nun vom Körper aufgenommen werden kann. Überdies verderben die geschroteten Samen schneller, weil das Öl an der Luft schneller ranzig wird. Das Anstoßen oder Quetschen schont dagegen die Samen, denn die Schale bleibt weitgehend intakt.

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