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Lindenblüten lindern fiebrige Infekte

Auf alten Dorfplätzen stehen vielfach stattliche Linden. Im Schatten dieser
Dorflinden spielte sich einst das gesellschaftliche Leben des Orts ab, und
im Mittelalter wurde unter ihrem Blätterdach bisweilen auch Gericht
gehalten. Kein Wunder, dass diesem für die Gemeinschaft wichtigen Baum auch
Heilkräfte zugeschrieben wurden.

Lindenblüten
© Jörn Hofmann/SIGN

Die Blüten der Sommer- sowie der Winterlinde (Tilia platyphyllos
beziehungsweise Tilia cordata) werden seit langer Zeit gegen Erkältungen
eingesetzt. Lindenblütentee gilt als das klassische Mittel, um einen Infekt
"auszuschwitzen". Zudem sollen Zubereitungen aus Lindenblüten harntreibend
wirken, müde machen und sogar Magenbeschwerden lindern. Nicht alle
Wirkungen hielten der modernen wissenschaftlichen Überprüfung stand. Für
viele ließen sich bisher keine experimentellen Beweise erbringen, lediglich
der positive Effekt bei Erkältungen ist heute anerkannt.

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Die schweißtreibende Wirkung der Lindenblüten kann bei fiebrigen grippalen
Infekten von Nutzen sein. Die mit pflanzlichen Arzneimitteln befasste
Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts hat Lindenblüten darüber
hinaus bei Erkältungskrankheiten mit trockenem Reizhusten empfohlen. Für
Blätter und das Holz des Baums konnte bisher keine gesundheitsfördernde
Wirkung nachgewiesen werden.
Für den Lindenblütentee werden zwei Gramm der getrockneten Blüten (etwa ein
gehäufter Teelöffel) mit einer Tasse kochendem Wasser überbrüht und nach
fünf bis zehn Minuten abgeseiht. Zweimal täglich eine Tasse trinken, lautet
der Rat von Fachleuten.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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