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Senega: Indianische Wurzel gegen Husten

Die Senegawurzel (Polygala senega) stammt aus den Waldgebieten in den mittleren und westlichen USA und wird auch Klapperschlangenwurz genannt. Lesen Sie hier, woher der Name kommt und welche heilkundliche Bedeutung die Wurzel hat.

Senega
© Jesko Donst

Der ungewöhnliche Name Klapperschlangenwurz beruht darauf, dass die Wurzel von den amerikanischen Ureinwohnern früher auch als Arznei nach Schlangenbissen eingesetzt wurde, um die Folgen der Vergiftung zu mindern.

Ob die Wurzel tatsächlich bei Schlangenbissen hilft, ist unklar, allerdings zeigt sie ihre Qualitäten als Heilpflanze auf anderen Gebieten: Die Wurzel enthält einen großen Anteil sogenannter Saponine. Diese Inhaltsstoffe regen die Schleimproduktion in den Bronchien an, was besonders bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwege erwünscht ist. Zubereitungen aus der Wurzel wirken schleimlösend und auswurffördernd bei festsitzendem Husten. Die Europäische Pflanzenheilkunde-Kooperative ESCOP empfiehlt Senegawurzel daher bei produktivem Husten und chronischer Bronchitis.

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Am einfachsten ist es, die Senegawurzel als Tee anzuwenden. Ein Teelöffel der getrockneten, fein geschnittenen Wurzel entspricht etwa 2,5 Gramm. Für eine Tasse Tee wird ein halbes Gramm mit 150 Millilitern kaltem Wasser angesetzt und langsam zum Sieden erhitzt. Nach etwa zehn Minuten ist der Tee fertig und kann durch ein Teesieb abgegossen werden. Zwei- bis dreimal täglich eine Tasse davon trinken. Vorsicht: Bei längerem Gebrauch oder höherer Dosierung können Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit oder Durchfall auftreten.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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