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Sonnenhut für die Abwehr

Ursprünglich stammt der Sonnenhut, lateinisch Echinacea, aus Nordamerika, aber er wird seit Langem schon in Europa angebaut. Der Grund für diesen Import war vor allem seine medizinische Heilkraft, obwohl er mittlerweile auch als Zierpflanze unter Hobbygärtnern viele Freunde gefunden hat.

Sonnenhut
© Jesko Donst

Die Ureinwohner Nordamerikas verwendeten noch eine schmalblättrige Variante des Sonnenhuts (Echinacea angustifolia). Sie behandelten damit schlecht heilende Wunden, denn die Pflanze besitzt eine desinfizierende Wirkung. Diese Spezies ließ sich jedoch in Europa nicht kultivieren, daher wurde der heute weit verbreitete Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) daraus gezüchtet. In den meisten Echinacea-Präparaten aus der Apotheke ist Presssaft aus der frischen blühenden Pflanze verarbeitet. Es kommen aber auch weiterhin Extrakte aus den Wurzeln des schmalblättrigen sowie des blassblütigen Sonnenhuts (Echinacea pallida) zum Einsatz. Teezubereitungen sind dagegen unüblich.

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Wie Studien zeigen, besitzen Echinacea-Präparate eine immunstimulierende Wirkung. Diese wird jedoch aktuell nicht mehr so hoch bewertet wie früher. Nach Experten-Schätzungen profitieren nur etwa 10 bis 20 Prozent der Menschen von dieser vorsorglichen Einnahme. In anderer Hinsicht punktet der Purpursonnenhut jedoch: Mehrere kontrollierte Studien belegen eine gute Wirksamkeit von Presssäften aus den oberirdischen Anteilen von Echinacea purpurea bei der Frühbehandlung von Infektionen der oberen Luftwege. Also gleich zu Beginn einer Erkältung.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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