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Sonnentau: fleischfressender Hustenstiller

Bereits im 12. Jahrhundert beschrieb der italienische Arzt Matthaeus Platearius dieses Heilkraut unter dem Namen herba sole als Mittel gegen Reizhusten.

Sonnentau
© Jesko Donst

Der in Mitteleuropa beheimatete Rundblättrige Sonnentau (Drosera rotundifolia) gehört zu den fleischfressenden Pflanzen. Er wächst vorzugsweise im Hochmoor. Da daraus gerne Torf gewonnen wird, schrumpft sein Lebensraum. Deshalb gehört der Sonnentau zu den gefährdeten Pflanzen und steht unter Naturschutz. Für die arzneiliche Verwendung wird stattdessen eine andere Sonnentau-Art aus Afrika verwendet, die leicht angebaut werden kann.

Seit Jahrhunderten wird der Sonnentau gegen Krampf- und Reizhusten eingesetzt. Auch die Experten der auf Pflanzenheilkunde spezialisierten Kommission E des ehemaligen Bundesgesundheitsamts empfahlen Sonnentau-Kraut zu diesem Zweck. Extrakte der Pflanze zeigten in verschiedenen Untersuchungen an Tieren krampflösende und hustenreizlindernde Effekte.

In der Apotheke gibt es Sonnentau-Kraut als lose Ware. Für einen Tee übergießt man zwei bis fünf Esslöffel mit 150 Millilitern kochendem Wasser und lässt das Ganze zehn Minuten ziehen. Über den Tag verteilt können drei bis vier Tassen davon getrunken werden.

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Darüber hinaus sind auch standardisierte Fertigpräparate mit Sonnentau-Extrakt erhältlich. Diese Hustensäfte werden gerne in der Kinderheilkunde bei Reizhusten oder begleitend bei Asthma oder Keuchhusten verwendet. Auch in der Homöopathie kommt Sonnentau gegen Krampf- und Keuchhusten zum Einsatz.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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