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Taigawurzel stärkt die Widerstandskraft

Die Taigawurzel (Eleutherococcus senticosus) hatte schon vor über 2.000 Jahren einen hohen Stellenwert in der chinesischen Volksmedizin. In der Mitte des 20. Jahrhunderts untersuchten Wissenschaftler in der Sowjetunion systematisch die chinesische Heilkunde. Sie stießen dabei auf diese Pflanze, deren Wirkprofil ganz ähnlich dem des Ginsengs ist.

Taigawurzel
© Jörn Hofmann/SIGN

Obwohl sich die Inhaltsstoffe der Taigawurzel grundlegend von denen des Ginsengs unterscheiden, wirken beide kräftigend bei Müdigkeits- und Schwächegefühl und stärken darüber hinaus die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Die Taigawurzel zeichnet sich jedoch gegenüber dem Ginseng noch durch weitere Vorteile aus: Ihr Extrakt regt das Immunsystem an und erhöht die Widerstandskraft des Körpers gegenüber belastenden äußeren Einflüssen wie Stress oder Kälte.

Während Pflanzenheilkundler hierzulande die Taigawurzel zur allgemeinen Stärkung und in der Rekonvaleszenz empfehlen, wird sie in Russland zur Behandlung grippaler Infekte eingesetzt. Diese Anwendung wird auch durch zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen unterstützt, die belegen, dass Extrakte aus der Wurzel sowohl direkt antiviral wirken als auch spezielle Abläufe bei der menschlichen Infektabwehr unterstützen. Zum Beispiel werden die Teile des Abwehrsystems, die auf virale und bakterielle Eindringlinge spezialisiert sind, durch den Pflanzenauszug aktiviert. Vorbeugend eingenommen verhindert Eleutherococcus-Extrakt zwar nicht die Ansteckung, er mildert jedoch den Verlauf eines Infekts.

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