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Weißdorn gibt dem Herzen Kraft

Unter den Heilpflanzen, die einem schwachen Herzen zu neuer Energie verhelfen, nimmt der Weißdorn (Crataegus laevigata) eine besondere Stellung ein. Gerade eine leichte Herzschwäche, die sich erst bei Belastung bemerkbar macht, spricht gut auf Extrakte des dornigen Strauchs mit den weißen Blüten an.

Weißdorn
© Jesko Donst

Um die Wirkung der Heilpflanze genauer einschätzen zu können, verglich Frau Professor Dr. Vera Regitz-Zagrosek vom Deutschen Herzzentrum in Berlin die Ergebnisse verschiedener Studien mit Weißdorn-Spezialextrakt. Nach einer 8- bis 16-wöchigen Therapie besserten sich typische Symptome einer Herzschwäche wie Kurzatmigkeit, Mattigkeit und Schwächegefühl deutlich. Die Studienteilnehmer waren körperlich belastbarer und fühlten sich fitter als Vergleichspersonen, die ein Scheinmedikament eingenommen hatten. Auch in der Langzeitanwendung über drei Jahre wurde Weißdornextrakt gut vertragen und zeigte keine Wechselwirkungen mit anderen Herzmedikamenten, berichtete Regitz-Zagrosek vor Journalisten.

Die Ärztin betonte jedoch: "Wer Herzbeschwerden hat, sollte die Ursachen unbedingt erst abklären lassen. Wenn der Arzt zustimmt, steht einer Selbstbehandlung mit Weißdorn nichts im Wege."

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Standardisierte Fertigarzneimittel mit Weißdornextrakt führt jede Apotheke. Wer möchte, kann sich aber auch ganz traditionell einen Weißdorntee aufbrühen. Den gibt es entweder fertig in Filterbeuteln oder in Form getrockneter Weißdornblätter und -blüten als lose Ware ebenfalls in Apotheken. Davon werden 1,5 Gramm (etwa ein Teelöffel) mit einer Tasse kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten ziehen gelassen. Drei- bis viermal täglich sollte man eine Tasse von diesem Tee trinken.

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