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Seit der Antike wird die Rinde des Zimtbaumes (Cinnamomum verum oder Cinnamomum aromaticum) in Europa und Asien hoch geschätzt. Zimtrinde wurde ursprünglich kaum als Gewürz, sondern als Heilmittel gegen Magen-Darm- Beschwerden und Appetitlosigkeit eingesetzt. Als in der Kolonialzeit Anbau und Handel ausgeweitet wurden, setzte sich Zimt auch als Gewürz durch.
Zimtrinde
© Jörn Hofmann/SIGN
Seit etwa 15 Jahren ist bekannt, dass sich Zimt auch positiv auf erhöhte
Blutzuckerwerte von Diabetikern auswirken kann. Beim Gesunden sorgt das
Hormon Insulin dafür, dass der Blutzucker im Gleichgewicht bleibt. Bei
Diabetikern entgleist der Blutzucker, weil ihnen dieses Hormon entweder
völlig fehlt oder es nicht mehr richtig wirken kann. Gerade im letzteren
Fall, wenn der Körper also noch eine gewisse Menge Insulin produziert, kann
Zimt hilfreich sein. Bestimmte Inhaltsstoffe dieses Gewürzes, Epicatechine
genannt, helfen dem Hormon, den überschüssigen Zucker aus dem Blut in das
Muskelgewebe zu schaffen. Dadurch sinkt zeitweise der Blutzuckerspiegel. In
Studien zeigten sich Dosen zwischen einem und drei Gramm Zimtpulver als
wirksam.
Die fettlöslichen, ätherischen Öle, die für den charakteristischen Duft und die positiven Magen-Darm-Effekte der Zimtrinde verantwortlich sind, haben keinen Einfluss auf den Blutzucker und können obendrein Allergien auslösen. Aus diesem Grund wurden mittlerweile Präparate entwickelt, die einen wässrigen Auszug der Zimtrinde enthalten. Darin sind die wasserlöslichen, blutzuckersenkenden Epicatechine angereichert – bei minimaler Allergiegefahr. Etwa 100 bis 300 Milligramm dieses Extrakts entsprechen den täglich empfohlenen ein bis drei Gramm Zimtpulver.
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