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Zwiebel schmeckt besonders bei Erkältung

Geht es um leckeres Essen, kommt man um die Zwiebel (Allium cepa) kaum herum. Gedünstet zubereitet gibt sie vielen Gerichten erst die richtige Würze. Den meisten Salaten verleiht rohe Zwiebel in Form kleiner Würfel oder Ringe ein herzhaft frisches Aroma. Und: Gerade die charakteristischen Geschmacksstoffe der rohen Zwiebel besitzen nicht nur kulinarische, sondern auch gesundheitliche Vorzüge.

Zwiebel
© Jörn Hofmann/SIGN

Zwar gehören Zwiebeln seit Jahrtausenden zu den gängigen Mitteln in der Volksheilkunde, trotzdem wurden über die medizinischen Eigenschaften der Zwiebel bisher kaum systematische wissenschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Ähnlich wie der weitaus besser erforschte Knoblauch enthalten Zwiebeln einen großen Anteil schwefelhaltiger Stoffe, sogenannte Alliine. Daher gehen Experten davon aus, dass Zwiebeln eine vergleichbar positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System ausüben wie der Knoblauch. Dieser senkt Blutdruck- und Blutfettwerte. Für diesen Zweck werden 50 Gramm rohe Zwiebeln als Tagesdosis empfohlen. In der Apotheke gibt es jedoch auch Fertigpräparate zum Beispiel als Saft oder Kapseln.

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Die Alliine können auch Krankheitserregern das Leben schwer machen: Sie wirken antimikrobiell gegen verschiedene Keime. Vielleicht ist das der Grund, warum Zwiebeln auch heute noch ein beliebtes Hausmittel bei Erkältungskrankheiten sind. Beispielsweise soll Zwiebeltee mit Honig Halsschmerzen und Husten lindern. Dazu kocht man eine klein geschnittene rohe Zwiebel für fünf Minuten in einem halben Liter Wasser. Danach abseihen und auf Trinktemperatur abkühlen lassen. Zuletzt mit etwas Honig süßen und in kleinen Schlucken trinken.

Die wichtigsten Anwendungsgebiete der Heilpflanzen im Überblick

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