Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Apotheker setzen sich für Pflegereform ein

Aktuelles

Pfleger kümmert sich um alte Frau.

Wer soll die Demenzpatienten pflegen, wenn im Jahr 2050 jeder Dritte 65 Jahre oder älter ist? Diese Frage beschäftigt ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf.
© KKH-Allianz

Mi. 23. November 2011

Apotheker unterstützen Minister Bahrs Vorschläge zur Pflegereform

Die Apothekerschaft unterstützt die Eckpunkte von Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr zur Weiterentwicklung der Pflegeversicherung. "Speziell bei der Versorgung der Demenzkranken und der Unterstützung pflegender Angehöriger setzt der Reformansatz damit neue Maßstäbe für die Leistungen der Pflegeversicherung", sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Derzeit leben rund 1,4 Mio. Menschen mit Demenz in Deutschland, im Jahr 2050 werden es voraussichtlich doppelt so viele sein. Wolf: "Dieser Anstieg stellt uns vor enorme Probleme: Wer soll die Demenzpatienten pflegen, wenn im Jahr 2050 jeder Dritte 65 Jahre oder älter ist? Deshalb ist es richtig, dass der Minister schon jetzt die Weichen für eine zukünftige adäquate Versorgung stellt."

Da die Bevölkerung immer älter wird, entwickelt sich die Demenz zu einer Erkrankung mit epidemischen Ausmaßen. In der Gruppe der 85-Jährigen sind schätzungsweise fast 30 Prozent von einer Alzheimer-Demenz betroffen. Derzeit sind einige Wirkstoffe gegen Alzheimer-Demenz in der Entwicklung. Eine der Aufgaben des Apothekers ist es, Demenz-Patienten und ihre Angehörigen über die Möglichkeiten und Grenzen eines Medikaments zu beraten. "Neben der naturwissenschaftlichen Seite ist im Umgang mit Betroffenen die soziale Seite des Apothekerberufs gefragt. Wenn es kaum Aussicht auf Heilung gibt, haben Apotheker dennoch ein offenes Ohr und Mitgefühl für die Ängste und Sorgen der Familien, die von der Krankheit betroffen sind", sagt Wolf.

Mit wohnortnahen Serviceangeboten unterstützen die Apotheken die Versorgung Pflegebedürftiger entsprechend dem Grundsatz 'ambulant vor stationär'. Viele Apotheker engagieren sich bereits heute in diesem Bereich und bilden sich im Bereich geriatrischer Pharmazie fort.

ABDA

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Gesundheit leidet bei sozialer Isolation

Einsamkeit und geringe Sozialkontakte belasten Herz und Kreislauf deutlich.

Corona: Was müssen Allergiker wissen?

Zu Allergien, Asthma und Covid-19 beraten Experten heute am kostenlosen Lesertelefon.

Mentholzigaretten in der EU verboten

Ab morgen dürfen Zigaretten mit charakteristischen Aromen nicht mehr verkauft werden.

Krankmeldung per Telefon nur noch im Mai

Ab Juni müssen Patienten für eine Krankmeldung wieder persönlich zum Arzt gehen.

Mehr Hoffnung bei Krebs

Im Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um Krebsprävention und die aktuelle Lage in Deutschland.

Manuela Schwesig ist wieder gesund

Die Krebsbehandlung wurde acht Monate nach der Diagnose erfolgreich abgeschlossen.

Wenn in Arzneien Alkohol steckt

Einige Patienten müssen auf Alkohol verzichten. Der Apotheker kennt sich mit passenden Alternativen aus.

Coronavirus: Keine Entwarnung

Trotz vieler Lockerungen müssen Abstands- und Hygieneregeln weiter eingehalten werden.

Corona: Vertrauen in Apotheker groß

Die Beratung durch den Arzt oder Apotheker ist vielen Menschen aktuell besonders wichtig.

Wenn Migräne immer wieder kommt

Heute beraten Experten am kostenlosen Lesertelefon dazu, wie sich wiederkehrende Attacken behandeln lassen.

Mehr Stress durch Corona-Lockdown

Stress und auch depressive Symptome haben bei vielen Menschen zugenommen.

Händewaschen hält gesund

Die Corona-Pandemie zeigt erneut, wie wichtig eine sorgsame Handhygiene ist.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen