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Mann und Frau, Stirn an Stirn

Frauen sind von psychischen Beeinträchtigungen häufiger betroffen.
© Techniker Krankenkasse

Di. 08. November 2011

Ein gesunder Lebensstil nützt auch der Psyche

Psychische Gesundheit und eine gesunde Lebensweise hängen zusammen. Dabei wirkt sich ein höherer Sozialstatus positiv auf das Gesundheitsverhalten und die psychische Gesundheit aus. Das berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI).

Depressionen und andere psychische Beeinträchtigungen haben einen großen Anteil an der gesamten Krankheitslast in den westlichen Ländern. Wie das RKI feststellt, leiden Menschen mit niedrigem Sozialstatus dabei häufiger an psychischen Störungen wie depressiven Erkrankungen oder Angsterkrankungen als Menschen mit höherem Status. Bei ihnen wird zudem doppelt so häufig eine Depression diagnostiziert.

Als Grund dafür gilt laut RKI der oft ungesündere Lebensstil von Menschen mit niedrigem sozialen Status. Allerdings ist unklar, ob eine ungesündere Lebensweise Ursache oder Folge von psychischer Beeinträchtigung ist. Zu einem gesunden Lebensstil gehören täglicher Verzehr von Obst und Gemüse, mehr als zwei Stunden Sport pro Woche, ein gesundes Gewicht, Nichtrauchen und ein gemäßigter Alkoholkonsum.

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Frauen sind von den psychischen Beeinträchtigungen häufiger betroffen. In der im Jahr 2009 vom RKI durchgeführten Studie "Gesundheit in Deutschland aktuell" gaben 8 Prozent der weiblichen Teilnehmer an, in den letzten 12 Monaten eine vom Arzt diagnostizierte Depression erlitten zu haben. Bei den Männern waren es nur 5 Prozent. Ein ähnliches Geschlechterverhältnis fand man bei aktuellen seelischen Belastungen. Dort waren 13 Prozent der Frauen betroffen und 8 Prozent der Männer.

Ob jemand eine gesunde Psyche hat, hängt auch mit dem Alter zusammen. Personen im Alter von 50 bis 60 Jahren sind, unabhängig vom Geschlecht, am häufigsten in ihrer psychischen Gesundheit beeinträchtigt. Ab dem sechzigsten Lebensjahr treten psychische Probleme seltener auf.

FH

Gesellschaft und Politik

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