Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Weniger Herzinfarkte durch Rauchverbot

Aktuelles

Arbeitsplatz mit qualmender Zigarette

Herzgesünder lebt, wer am Arbeitsplatz durch Rauchverbote vom Rauchen abgehalten und vorm Passivrauchen geschützt wird.
© majo - Fotolia

Di. 15. November 2011

Weniger Herzinfarkte durch Rauchverbot

Neueste Studienergebnisse US-amerikanischer Mediziner unterstreichen einmal mehr, dass Arbeitnehmer von Anti-Rauch-Verordnungen profitieren. Wenn Menschen vom Gesetzgeber vor Zigarettenrauch geschützt werden, haben sie ein deutlich geringeres Risiko für einen Plötzlichen Herztod. Daneben schützen rauchfreie Arbeitsplätze auch vor Herzinfarkt.

Forscher von der Mayo Clinic im US-Bundesstaat Minnesota hatten Menschen eines ganzen Landkreises nach dem Inkrafttreten von Rauchverboten am Arbeitsplatz 18 Monate lang auf ihre Herzgesundheit hin beobachtet und untersucht. Ihr Ergebnis: Sowohl Herzinfarkte als auch Plötzliche Herztode traten nur halb so häufig auf wie zu Zeiten fehlender Anti-Rauch-Gesetze.

Anzeige

Zuvor erlitten etwa 210 Menschen auf 100.000 Einwohner einen Herzinfarkt, nach dem Inkrafttreten der Verordnung gab es nur noch etwa 100 Fälle pro 100.000 Bürger. Auch beim Plötzlichen Herztod halbierte sich die Zahl der Fälle: von etwa 150 Betroffenen je 100.000 Einwohner auf etwa 75.

Damit zeigt die Studie, dass man nicht nur vom Nichtrauchen profitiert, sondern auch herzgesünder lebt, wenn man Passivrauchen meidet. Gerade Menschen, die unter einer Koronaren Herzkrankheit leiden, sollten jeglichen Kontakt mit Zigarettenrauch vermeiden, betont Studienautor Dr. Richard Hurt. Die Mediziner der Mayo Clinic hoffen, mit den Ergebnissen Unternehmen und andere Länder vom Gesundheitsnutzen des Nichtraucherschutzes überzeugen zu können.

FH

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Depression: Viele Senioren leiden still

Viele Betroffene glauben, dass sie mit ihren Problemen allein fertig werden könnten.

Sexualstörungen sind bei Diabetes häufig

Nur wenige Betroffene sprechen über ihr Problem, obwohl es gute Behandlungsmöglichkeiten gibt.

Apotheker blicken mit Sorge in die Zukunft

Drei Viertel erwarten, dass sich ihre wirtschaftliche Lage verschlechtern wird.

Diese Krankheiten sind sehr gefürchtet

Ist es Covid-19? Eine Umfrage zeigt, vor welchen Krankheiten die Deutschen am meisten Angst haben.

Lungenkrebs-Screening kann Leben retten

Risikopatienten wie (ehemals) starke Raucher profitieren von einem Screening.

Männerleiden: Was tun bei Haarausfall?

Alles rund um das Thema Haarausfall bei Männern lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten.

Schutz vor HIV: Spritze statt Tablette

Alle 8 Wochen eine Spritze statt täglich Tabletten: Künftig wird es eine neue HIV-Prophylaxe geben.

Junge Menschen fühlen sich oft einsam

Junge Erwachsene zwischen 20 und 30 leiden oft stärker unter Einsamkeit als Senioren ab 60.

Lungenprobleme durch E-Zigaretten

Über die Hälfte aller Dampfer berichten, unter Husten, Atemnot oder Brustschmerzen zu leiden.

Gestörter Zyklus bei jungen Sportlerinnen

Bei jungen Frauen, die viel Sport treiben, ist das Ausbleiben der Periode keine Seltenheit.

Richtig Reis kochen: Arsen entfernen

Mit dieser Methode lässt sich giftiges Arsen entfernen, während die Nährstoffe erhalten bleiben.

Grippeimpfstoffe: Nachschub kommt

In den vergangenen Wochen waren Grippeimpfstoffe nur schwer zu bekommen. Das soll sich nun ändern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen