Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Exotische Tiere als Weihnachtsgeschenke

Aktuelles

Mädchen mit Papagei auf der Schulter

Exotische Tiere wie Papageien eignen sich nicht als Weihnachtsgeschenke, sagt das Bundesamt für Naturschutz.
© lunamarina - Fotolia

Mi. 07. Dezember 2011

Exotische Tiere sind keine guten Weihnachtgeschenke

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) bittet darum, keine exotischen Tier- und Pflanzenarten oder deren Produkte an Weihnachten zu verschenken. Wer sich doch dazu entschließt, muss sicherstellen, dass die Tiere laut Artenschutzabkommen überhaupt gehandelt werden dürfen.

"Alle Jahre wieder können Schenkende und Beschenkte auf der Suche nach einem originellen Weihnachtsgeschenk in Konflikt mit geltenden internationalen Artenschutzbestimmungen geraten. Denn sowohl viele exotische Tiere und Pflanzen, als auch Produkte, die aus ihnen hergestellt sind, sind durch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen besonders geschützt", sagte BfN-Präsidentin Professor Dr. Beate Jessel.

Anzeige

Die Palette der Angebote artengeschützter Produkte ist groß. Sie reicht von Schuhen oder Taschen aus Schlangen- oder Waranleder über teure Gitarren oder Klarinetten aus geschütztem Tropenholz bis hin zu echtem Kaviar von Stören.

Nicht nur im Internet, sondern auch im Angebot des deutschen Zootierhandels gibt es unverändert eine Fülle von verschiedenen Arten von Vögeln und Reptilien wie Papageien, Schildkröten, Riesenschlangen oder Echsen, die internationalen Artenschutzregelungen unterliegen und nur unter bestimmten Voraussetzungen gehandelt werden dürfen. Unterliegt ein Produkt oder ein Lebewesen dem Artenschutzabkommen, darf es entweder gar nicht oder nur mit einem Nachweis über rechtmäßige Einfuhr und Erwerb verkauft werden. Wird ein artengeschütztes Produkt oder Lebewesen ohne diesen Nachweis gehandelt, begeht auch der Käufer je nach Schutzstatus eine Ordnungswidrigkeit oder gar eine Straftat, die mit einem Bußgeld geahndet wird.

Vor dem Kauf müsse klar sein, ob die gewünschte Art geschützt ist und welche Verpflichtungen mit dem Kauf/der Haltung verbunden sind. Die örtliche Naturschutzbehörde oder das Bundesamt für Naturschutz geben Auskunft dazu. Bitten Sie den Zoohändler beim Kauf in jedem Fall um konkrete Angaben zur Art, unter anderem über Herkunft, Größe, Haltungsansprüche, Lebensdauer, Verhalten, Artenschutzbestimmungen, rät das BfN. Bei unklaren oder pauschalen Aussagen lieber auf die Anschaffung verzichten! Vorsicht bei Sonderangeboten! Gesunde Tiere sind keine Wühltischware und haben ihren Preis.

BfN/RF

Information über exotische Tierarten gibt es hier

  • www.azvogelzucht.de: Vereinigung für Artenschutz, Vogelhaltung und Vogelzucht (AZ) e.V.
  • www.dght.de: Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde e.V.
  • www.vda-aktuell.de: Verband deutscher Vereine für Aquarien- und Terrarienkunde e.V.

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wann darf der Arzt Cannabis verordnen?

Das neue Gesetz legt fest, welche Bedingungen erfüllt sein müssen.

Was Freiberuflichkeit bedeutet

Apotheker sind zwar keine Beamten, müssen aber viele staatliche Aufgaben erfüllen.

Apotheker begrüßen neues Cannabisgesetz

In Zukunft wird medizinisch notwendiges Cannabis wie andere Arzneimittel behandelt.

Apotheker benennen Patientenbeauftragten

Berend Groeneveld koordiniert u.a. die Kontakte zwischen Apotheken und Selbsthilfegruppen.

NAI vom 15.01.2017: Gesichter der Allergie

Im Titelbeitrag lesen Sie mehr über Ursachen und Therapie von Hautallergien.

Apotheke vor Ort ist nicht zu ersetzen

Nach Aufhebung der Preisbindung für ausländische Versender ist diese Infrastruktur gefährdet.

Kassen könnten Patienten entlasten

Es wären genug Überschüsse vorhanden, um die Zuzahlungen zu erlassen.

Essen: Gesund kommt vor lecker

Eine aktuelle Studie zeigt, was den Deutschen beim Thema Ernährung wichtig ist.

"Apotheke ist nah am Patienten"

In einem Kurzfilm macht sich CDU-Politiker Wolfgang Bosbach für die Apotheke vor Ort stark.

Jeder Achte hat E-Zigaretten probiert

Regelmäßige Nutzer sind vor allem Tabakraucher und Ex-Raucher.

Impfung: Große regionale Differenzen

In Teilen von Deutschland bestehen nach wie vor Impflücken.

Neue Arzneimittel oft ohne Zusatznutzen

Jedes dritte neue Medikament hat keine Vorteil gegenüber bekannten Präparaten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen