Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Großbritannien will Tempolimit anheben

Aktuelles

Autobahn mit dichtem Verkehr bei Nacht

Großbritannien plant, 2013 sein Tempolimit von 70 auf 80 Meilen pro Stunde zu erhöhen. Das entspricht etwa 129 km/h.
© Alexander Abolinsh - Fotolia

Fr. 06. Januar 2012

Großbritannien: Erhöhung des Tempolimits gefährdet die Gesundheit

Im Jahr 2013 soll die Geschwindigkeitsbegrenzung auf Autobahnen in England und Wales offiziell von 70 Meilen pro Stunde (etwa 113 km/h) auf 80 Meilen pro Stunde (etwa 129 km/h) angehoben werden. Wissenschaftler der School of Hygiene and Tropical Medicine in London warnen nun vor diesem Schritt. Die gesundheitlichen Folgen, die eine Erhöhung des Tempolimits mit sich brächte würden die wirtschaftlichen Vorteile bei weitem übersteigen.

Anzeige

Die errechneten wirtschaftlichen Vorteile des höheren Tempolimits stellen die Wissenschaftler in Frage, da die Anhebung nicht auf Lastkraftwagen ausgeweitet würde. Zudem sprächen Studien aus anderen Ländern eine deutliche Sprache: In den USA habe eine Erhöhung der generellen Geschwindigkeitsbegrenzung im Jahr 1995 zu einer 16,6-prozentigen Zunahme der Verkehrstoten geführt. Höhere Geschwindigkeiten schädigen die Gesundheit noch auf andere Weise: Der Ausstoß von Abgasen würde ebenso zunehmen wie die Luftverschmutzung. Zudem bestünde die Gefahr, dass mehr Menschen an Übergewicht erkranken, da sie aufgrund der kürzeren Fahrzeiten häufiger Gebrauch von ihrem Auto machten.

Die britische Regierung hingegen hält die Anhebung des Tempolimits für gerechtfertigt: Die Autos seien in den vergangenen Jahrzehnten immer sicherer geworden. Tödliche Unfälle auf den Straßen des Vereinigten Königreichs seien in den letzten 55 Jahren um 75 Prozent seltener passiert. Damit hätte Großbritannien die niedrigste Rate an tödlichen Unfällen weltweit. Überdies würde die Hälfte aller Autofahrer das zurzeit geltende Tempolimit ohnehin überschreiten.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Deutsches Wasser ist "sehr gut"

Wer Leitungswasser trinkt, kann dadurch jedes Jahr viel Geld sparen.

Fehltage: Diese Berufe machen krank

In einigen Branchen fallen Beschäftigte überdurchschnittlich häufig aus.

Viele Missstände in der Kieferorthopädie

Experten kritisieren: Zu viele Kinder erhalten unnötige Röntgenuntersuchungen.

Jeder Zweite möchte weniger arbeiten

Vor allem Männer würden ihre wöchentliche Arbeitszeit gern reduzieren.

NAI vom 15.5.2018: Reizdarm

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um das Thema Reizdarm.

WHO will Transfette verbieten

Transfette stecken vor allem in Fertigbackwaren und schaden Herz und Gefäßen.

Ramadan: Fasten für Kinder ungesund

Kinder- und Jugendärzte raten vom Fasten ab und schlagen eine Alternative vor.

Größter Schaden durch legale Drogen

Wissenschaftler verglichen den gesellschaftlichen Schaden durch legale und illegale Suchtmittel.

6.000 Euro gegen Mobbing und Ängste

Apotheker unterstützen ein Schulprojekt zu psychischen Erkrankungen.

Viel Fisch gleich viel Quecksilber

Eine Studie zeigt, in welchen Ländern die Schwermetall-Belastung besonders hoch ist.

Viele IGeL-Leistungen sind nutzlos

Viele Ärzte bieten ihren Patienten offenbar zweifelhafte Selbstzahler-Leistungen an.

NAI vom 1.5.2018: Gesund im Urlaub

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema Gesundheit im Urlaub.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen