Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik "Ja" zur Organspende schriftlich hinterlegen

Aktuelles

Übergabe einer Organspendebox am Rettungshubschrauber

Bei einer Organspende muss es schnell gehen. Man verliert kostbare Zeit, wenn der Verstorbene seine Spendebereitschaft nicht schriftlich hinterlegt hat und erst die Angehörigen entscheiden müssen.
© Techniker Krankenkasse

Mi. 01. Februar 2012

"Ja" zur Organspende muss häufiger dokumentiert werden

Viel zu wenige Menschen haben ihre Bereitschaft, Organe zu spenden, schriftlich hinterlegt. Das ist das Ergebnis einer Erhebung der Deutschen Stiftung Organspende (DSO). Demnach gibt zwar jeder fünfte an, einen Organspendeausweis zu besitzen. In den deutschen Krankenhäusern findet sich aber nur bei jedem 14. Patienten, der aufgenommen wird, eine schriftlich hinterlegte Entscheidung zur Organspende.

Anzeige

In fast neunzig Prozent der Todesfälle müssen die Ärzte die Angehörigen mit der Frage nach einer Organspende konfrontieren, da der Verstorbene seinen Willen für oder gegen die Organspende nicht schriftlich hinterlegt hat. In etwa 28 Prozent der Fälle würde dann aufgrund früherer Aussagen des Verstorbenen gehandelt. In einem weit größeren Teil aber müsse man sich auf den mutmaßlichen Willen des Verstorbenen berufen.

Gerade in Fällen, bei denen keine Aussage zum mutmaßlichen Willen des Verstorbenen möglich sei und daher die Angehörigen allein entscheiden müssen, lehnen gut 40 Prozent die Entnahme der Organe ab. Das liegt zum einen daran, dass sie "auf Nummer sicher" gehen möchten ehe sie eine falsche Entscheidung treffen. Zum anderen liegt es auch daran, dass Ärzte in ihrer Ausbildung auf solch heikle Gesprächssituationen wie die Frage nach der Organspende kaum vorbereitet würden. Hier sollen Mitarbeiter der DSO helfen, die den Ärzten zur Seite stehen: Sie würden die Angehörigen in einer entspannten Gesprächssituation ohne Zeitdruck ausführlich beraten und über die Organspende informieren.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Immer mehr Cannabis-Raucher sind über 50

Die Generation der Babyboomer steht der Droge offen gegenüber.

Resolution zum Versandhandel

Apotheker haben sich einstimmig gegen den Online-Handel mit rezeptpflichtigen Medikamenten ausgesprochen.

Verbrennung: Kinder besser schützen

Gerade zur Weihnachtszeit lauern zu Hause verschiedene Gefahrenquellen.

Syphilis-Erreger aus einer Quelle

Die heute vorherrschenden Bakterien haben sich nach 1950 aus einem Stamm entwickelt.

Apotheke am Ort hilft Palliativ-Patienten

Sie leistet einen wichtigen Beitrag in der zeitnahen Versorgung des Patienten.

NAI vom 1.12.2016: Frohe Weihnachten

Im aktuellen Titelbeitrag der Neuen Apotheken Illustrierten lesen Sie 24 Tipps für die Adventszeit.

HIV: Jeder siebte Infizierte ahnungslos

Zwischen Infektion und Diagnose vergehen im Durchschnitt vier Jahre.

Diese Berufe machen krank

In einigen Branchen haben Beschäftigte doppelt so viele Fehltage wie in anderen.

Immer mehr Deutsche sind magersüchtig

Essstörungen treten heute deutlich häufiger auf als noch vor vier Jahren.

"Legal Highs" nicht länger legal

Neues Gesetz verbietet Herstellung und Weitergabe ganzer Stoffgruppen.

Warum Stadtleben krank macht

Psychiater warnen vor den Auswirkungen moderner Lebensumstände auf die Psyche.

Alzheimer: Neuer Arzneistoff enttäuscht

Die Fachwelt erwartete viel, doch eine große Studie zeigte keinen nennenswerten Effekt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen