Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Mehr ärztliche Behandlungsfehler

Aktuelles

Ärzte im Operationssaal

Mangelnder Schutz vor Bakterien beim Operieren gehört zu den häufigsten Fehlern bei der ärztlichen Behandlung.
© DAK/Scholz

Do. 16. Februar 2012

Mehr Todesfälle infolge von ärztlichen Behandlungsfehlern

Im Jahr 2010 gab es fast 35 Prozent mehr Todesfälle durch ärztliche Behandlungsfehler oder mangelhafte Medizinprodukte als im Jahr 2009. Das geht aus einer Antwort des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) auf eine Anfrage der Grünen hervor.

2009 starben demnach 1272 Menschen an sogenannten äußeren Ursachen, zu denen Zwischenfälle und unsauberes Arbeiten während einer OP sowie Folgeschäden von ärztlichen Behandlungen gehören. Für das darauffolgende Jahr liegt die Zahl der Todesfälle bei 1712 – ein Anstieg von knapp 35 Prozent zum Vorjahr. Der Anstieg lässt sich besonders mit der Zahl der Zwischenfälle bei chirurgischen Eingriffen und anderen medizinischen Behandlungen erklären. Dieser ist in die Höhe geschossen: von 551 Fällen im Jahr 2009 um über 70 Prozent auf 944 Todesfälle im Jahr 2010.

Anzeige

Zu den häufigsten Fehlern bei der ärztlichen Behandlung gehörte mit Abstand mangelnder Schutz vor Bakterien beim Operieren, wodurch es zu Infektionen kommen konnte. Aber auch OPs, bei denen an der falschen Stelle geschnitten wurde oder schlecht vernähte Operationswunden führten zum Tod der Patienten.

Dahingegen ist die Zahl der Todesfälle infolge von mangelhaften medizinischen Geräten und Produkten, die der Arzt zur Untersuchung aber auch zur Behandlung der Patienten einsetzt, zum Beispiel Endoskope, relativ konstant geblieben (22 Fälle im Jahr 2009 und 24 Todesfälle in 2010).

Die Zahlen basieren auf einer Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin beim BMG, Annette Widmann-Mauz (CDU) auf eine schriftliche Anfrage der Grünen-Politikerin Maria Klein-Schmeink Anfang dieses Jahres.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

NAI vom 1.4.2018: Wie Hormone wirken

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es darum, wie Hormone unser Leben steuern.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen