Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Apotheken in angespannter Lage

Aktuelles

Apothekerin an einer Apothekenschublade

Unabhängig vom Verkaufspreis des Medikaments erhalten Apotheker für jede auf Rezept abgegebene Arzneimittelpackung ein Festhonorar.
© ABDA

Di. 27. März 2012

Apotheken: Wirtschaftliche Situation verschlechtert sich

Die wirtschaftliche Situation von Deutschlands Apotheken verschlechtert sich immer deutlicher. Darauf hat die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände hingewiesen. "Wir betreiben Apotheke 2012 zu den Kosten von heute und den Einnahmen von vor acht Jahren", so ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf auf der Pressekonferenz "Apothekenlandschaft 2012: Zahlen – Fakten – Trends" in Berlin.

"Die Honorierung ist seit 2004 acht Jahren unverändert – gleichzeitig haben wir durch das Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) zusätzliche Belastungen – etwa den erhöhten Zwangsabschlag", so Wolf. Die Honorierung der Apotheker ist in Deutschland in der Arzneimittelpreisverordnung geregelt: Sie besteht aus einem festgelegten Betrag von 8,10 Euro und einem Festzuschlag von 3 Prozent pro auf Rezept abgegebener Packung. Diese Regelung ist seit 2004 unverändert. Davon abzuziehen ist ein Abschlag zugunsten der Gesetzlichen Krankenversicherung, der durch das AMNOG auf 2,05 Euro erhöht worden ist.

Diese erhöhte finanzielle Belastung ist laut Wolf ein Grund dafür, dass die Zahl der Apotheken in Deutschland den niedrigsten Stand seit 15 Jahren erreicht hat. Es sind heute 21.238, im Jahr 2010 waren es noch 21.441. "Jede Woche schließen in Deutschland acht Apotheken – und nur vier machen neu auf", so der ABDA-Präsident. Die "schleichende Ausdünnung" müsse gestoppt werden, um auf Dauer nicht die Versorgung mit Medikamenten vor Ort zu gefährden.

Fritz Becker, Mitglied im Vorstand der ABDA und Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) forderte eine Anpassung des Vergütungssystems der Apotheker an die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung ähnlich wie das bei Krankenhausbehandlungen und Ärztehonoraren der Fall sei. Die Nacht- und Notdienste, die Herstellung von Rezepturen und die Abgabe von Betäubungsmitteln müssten leistungsgerecht bezahlt werden.

RF/ABDA

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lesertelefon: Therapie bei Parkinson

Experten beraten am Donnerstag, 2. April, zu den Therapieoptionen bei fortgeschrittenem Parkinson.

Mülltrennung in Corona-Zeiten

Für infizierte Personen und begründete Verdachtsfälle gelten besondere Regeln.

Hunde richtig vor Zecken schützen

Mit dem beginnenden Frühling werden auch Zecken wieder aktiv.

Social distancing: Was wirkt am besten?

Eine Schätzung gibt an, welche Maßnahmen die Corona-Ausbreitung am stärksten reduzieren.

Italien: Warum so viele Covid-19-Tote?

Italienische Wissenschaftler haben mögliche Ursachen für die hohe Sterberate ermittelt.

Corona: Impfung gegen Pneumokokken

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist der wichtige Impfstoff knapp. Nur Risikopatienten sollen aktuell geimpft werden.

5 Tipps für das Homeoffice

Diese Tipps helfen dabei, den heimischen Arbeitsplatz richtig einzurichten.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Auch während der aktuellen Corona-Krise ist die Notfallversorgung gesichert.

Covid-19: Kein Vergleich zur Grippe

SARS-CoV-2 ist ansteckender und verursacht schwerere Krankheitsverläufe als die Grippe.

Vorsichtsmaßnahmen in Apotheken

Was müssen Patienten aktuell wissen, bevor sie eine Apotheke betreten?

Coronavirus: Risiko für Allergiker?

Heuschnupfen erhöht das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nicht.

So ernährt sich Deutschland

Wie viel Alkohol und Fast Food gegessen wird, hängt offenbar auch davon ab, wo man lebt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen