Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Lebensmittel: Zu gut für die Tonne

Aktuelles

Frau im Supermarkt

Viele Verbraucher prüfen vor dem Kauf das Mindesthaltbarkeitsdatum von Lebensmitteln.
© Kadmy - Fotolia

Mo. 19. März 2012

Aufklärungsaktion zum Mindesthaltbarkeitsdatum startet

Zu oft landen Lebensmittel im Müll, die noch einwandfrei genießbar sind – ein Grund dafür ist der missverständliche Charakter des Mindesthaltbarkeitsdatums (MHD). Aus diesem Grund startete die Verbraucherministerin Ilse Aigner gemeinsam mit dem Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Lebensmittelhandels e.V., Friedhelm Dornseifer, heute eine bundesweite Aufklärungsaktion.

Anzeige

"Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist kein Wegwerfdatum, sondern eine Orientierungshilfe. In der Regel ist ein Produkt auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums noch mehrere Tage bestens genießbar", sagte Aigner auf einer Pressekonferenz in Berlin. Bei der Aufklärungsaktion sollen über vier Millionen Flyer und Informationskarten in rund 21.000 Supermärkten in ganz Deutschland verteilt werden. "Mit dieser Aktion erreichen wir über die Hälfte der Lebensmittelgeschäfte in Deutschland", sagte Dornseifer. "Wir helfen gerne bei der Aufklärung und hoffen, dass künftig mehr Produkte auf dem Teller statt in der Tonne landen."

Bei richtiger Lagerung können Produkte in den meisten Fällen auch nach Ablauf des MHD ohne Bedenken gegessen oder getrunken werden. Flyer und Servicekarte des Ministeriums sollen die Verbraucher dafür sensibilisieren. Aigner: "Ist das aufgedruckte MHD erreicht oder überschritten, sollten die eigenen Sinne den Gütetest übernehmen: Sehen, riechen und probieren" Das gebe in den meisten Fällen schnell Aufschluss darüber, ob ein Lebensmittel noch bedenkenlos genießbar sei.

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist in Europa seit 30 Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Es gibt an, bis zu welchem Datum das ungeöffnete und richtig gelagerte Lebensmittel seine spezifischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch, Farbe, Konsistenz und Nährwert mindestens behält. Das Info-Material ist ab sofort auch kostenlos abrufbar im Internet unter www.bmelv.de.

RF/BMELV

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

7 Tipps: Mit Haustieren auf Reisen

Was bei Auto- und Flugreisen beachtet werden muss, erfahren Tierbesitzer hier.

Jeder zweite Raucher will aufhören

Gute Nachrichten: Vor allem jüngere Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

Urlaub: Jeder Dritte kann nicht abschalten

Für viele Deutsche bedeutet der Sommerurlaub nicht nur Erholung.

Arme Kinder sehen schlechter

Experten fordern eine bessere Vorsorge für Kinder aus sozial benachteiligte Familien.

Valproat-Risiko: neue Patientenkarte

Frauen im gebärfähigen Alter bekommen zusätzliche Hinweise zur Sicherheit.

Weniger Medikamente frei von Zuzahlung

Die Befreiungsquote von Rabattarzneimitteln sinkt kontinuierlich.

Zu viel Fett fördert Darmkrebs

Fettige Nahrung, steigert das Darmkrebsrisiko. Warum das so ist, zeigten amerikanische Forscher.

Hilft Dehnen gegen Sportverletzungen?

Eine neue Studie zeigt, dass andere Übungen Sportverletzungen besser vorbeugen können als sich zu dehnen.

Urlaub für pflegende Angehörige

Es besteht ein Anspruch auf Ersatzleistungen von der Pflegekasse.

Europäer trinken zu viel Alkohol

Dadurch steigt die Gefahr für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts deutlich.

NAI vom 1.7.2017: Lebenselixier Wasser

Diesmal dreht sich alles um das klare Nass: seine Vorteile für die Gesundheit und wie es dem Körper nutzt.

Lieferengpässe in der Apotheke vermeiden

Apotheker fordern: Die Lieferkette von Medikamenten muss transparenter werden.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen