Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Brief soll an Organspende erinnern

Aktuelles

Frau liest Brief.

Per Brief werden künftig die Krankenversicherten an die Organspende erinnert.
© WavebreakmediaMicro - Fotolia

Fr. 02. März 2012

Brief von der Kasse erinnert an Organspende

Die Organspende soll in Deutschland grundsätzlich neu geregelt werden. Darauf einigte sich eine Spitzenrunde von Bundesregierung, Koalition und Opposition. Demnächst wird jeder Bürger regelmäßig per Brief nach seiner Bereitschaft zur Organspende gefragt werden.

Anzeige

Spenderorgane sind Mangelware in Deutschland. Eine neue Regelung soll dafür sorgen, dass sich die Zahl der Spendewilligen und damit auch der Organe, die transplantiert werden können, deutlich erhöht. Künftig werden es die Krankenversicherungen übernehmen, die erwachsenen Bürger per Post an eine mögliche Organspende nach ihrem Tod zu erinnern. Eine Pflicht zur Spende wird es jedoch nicht geben. Jeder kann sich dafür oder dagegen entscheiden.

Dass keine Entscheidungspflicht vorgesehen ist, bedauern Fachverbände wie die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN): "Auch wenn viele Menschen 'gefühlt' pro Organspende sind, gibt es immer noch eine innere Hürde, sich konkret mit dem eigenen Tod auseinanderzusetzen und seine Organspendebereitschaft oder auch Nicht-Bereitschaft zu dokumentieren", sagt Professor Dr. med. Jan Galle, Sprecher der DGfN. Um diese Hürde zu überwinden, sei es wichtig, die Bürger umfassend zu informieren. Jeder, der sich nicht entscheiden will, stelle im Falle seines plötzlichen Ablebens seine engsten Angehörigen vor diese Entscheidung und bürde ihnen die damit verbundene emotionale Last auf, gibt Galle zu bedenken.

Bis Mitte 2013 sollen die Krankenversicherungen erstmalig die Aufforderungsschreiben verschicken. Danach sollen die Bürger regelmäßig alle zwei Jahre schriftlich zu ihrer Bereitschaft zur Organspende befragt und umfassend darüber informiert werden.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Homophobie im Sport ist weit verbreitet

Homo- und transexuelle Menschen haben immer noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen.

Schlafmangel im Straßenverkehr

Experten beraten am Lesertelefon zum Thema Schlafstörungen und Unfallgefahr.

Gelassener durch Achtsamkeit

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema Achtsamkeit.

Schneller einen Arzttermin bekommen

Mit dem neuen Terminservice- und Versorgungsgesetz soll die Versorgung gesetzlich Versicherter besser und schneller werden.

Engagierte Apotheker ausgezeichnet

Der Deutsche Apotheken-Award 2019 wurde in Berlin verliehen.

Web-App für Patienten mit E-Rezept

Mit der kostenfreien, leicht bedienbaren App soll in Zukunft das E-Rezept sicher eingelöst werden können.

Ramadan: Spezielle Regeln beim Fasten

Apotheker raten, nicht auf die Einnahme nötiger Arzneimittel zu verzichten.

Schulanfänger mit zu wenig Impfschutz

Viele Erstklässler sind nicht gegen Masern und andere Krankheiten geschützt.

Tipps für das erste Jahr: Das Baby ist da!

Im Themenspezial der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Babys erstes Jahr.

Viele dicke Menschen möchten abnehmen

Viele Ärzte gehen jedoch davon aus, dass ihre Patienten kein Interesse an einem Gewichtsverlust haben.

Mehr als 6 Millionen Rezepturen

Individuell hergestellte Medikamente sind für viele Patienten unersetzlich.

Frank Elstner an Parkinson erkrankt

In einem Interview bestätigt TV-Moderator Frank Elstner erstmals, an Parkinson erkrankt zu sein.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen