Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Diabetes-Check in der Schangerschaft

Aktuelles

Ultraschalluntersuchung einer Schwangeren

Nicht nur der Ultraschall, sondern neuerdings gehört auch der Test auf Schwangerschaftsdiabetes zur Routine-Diagnostik, die die Kassen werdenden Müttern bezahlen.
© Techniker Krankenkasse

Fr. 09. März 2012

Kassen zahlen den Diabetes-Check in der Schwangerschaft

Seit Anfang März 2012 wird ein Test auf Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes) von den gesetzlichen Kankenversicherungen bezahlt. Diese Maßnahme soll helfen, werdende Mütter mit erhöhten Blutzuckerwerten frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Bei fast vier Prozent aller werdenden Mütter in Deutschland stellen Ärzte die Diagnose Gestationsdiabetes. 2010 betraf das rund 24.000 Frauen. Doch das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs, denn bisher war ein Blutzucker-Suchtest in den Mutterschafts-Richtlinien nicht verbindlich festgeschrieben. Den Schwangeren wurde lediglich alle vier Wochen ein Urinzucker-Streifentest angeboten. Den Blutzucker-Suchtest konnten sie nur als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen.

Das hat sich nun nach einer Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen geändert. Ab sofort haben Frauen zwischen der 24. und der 28. Schwangerschaftswoche Anspruch auf den Suchtest mit 50 Gramm Glukose als Kassenleistung. Bei erhöhten Werten soll sich daran eine weitere Diagnostik und Therapie anschließen. Die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) und andere Fachgesellschaften hatten das das seit langem gefordert.

Für werdende Mütter erhöht Schwangerschaftsdiabetes das Risiko, Bluthochdruck, Harnwegsinfekte oder Schwangerschaftsvergiftungen zu erleiden. Darüber hinaus haben sie häufiger Frühgeburten. Sie gebären übermäßig große Babys, die mitunter an einem Atemnotsyndrom, Unterzuckerungen oder Trinkschwäche leiden. "Eine angemessene Behandlung mildert nachweislich die Folgen eines Gestationsdiabetes für Mutter und Kind", sagt Dr. med. Helmut Kleinwechter, Sprecher der Leitlinien-Expertengruppe Diabetes und Schwangerschaft der DDG.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Lesertelefon: Therapie bei Parkinson

Experten beraten am Donnerstag, 2. April, zu den Therapieoptionen bei fortgeschrittenem Parkinson.

Mülltrennung in Corona-Zeiten

Für infizierte Personen und begründete Verdachtsfälle gelten besondere Regeln.

Hunde richtig vor Zecken schützen

Mit dem beginnenden Frühling werden auch Zecken wieder aktiv.

Social distancing: Was wirkt am besten?

Eine Schätzung gibt an, welche Maßnahmen die Corona-Ausbreitung am stärksten reduzieren.

Italien: Warum so viele Covid-19-Tote?

Italienische Wissenschaftler haben mögliche Ursachen für die hohe Sterberate ermittelt.

Corona: Impfung gegen Pneumokokken

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie ist der wichtige Impfstoff knapp. Nur Risikopatienten sollen aktuell geimpft werden.

5 Tipps für das Homeoffice

Diese Tipps helfen dabei, den heimischen Arbeitsplatz richtig einzurichten.

Keine Scheu vor dem Notruf 112

Auch während der aktuellen Corona-Krise ist die Notfallversorgung gesichert.

Covid-19: Kein Vergleich zur Grippe

SARS-CoV-2 ist ansteckender und verursacht schwerere Krankheitsverläufe als die Grippe.

Vorsichtsmaßnahmen in Apotheken

Was müssen Patienten aktuell wissen, bevor sie eine Apotheke betreten?

Coronavirus: Risiko für Allergiker?

Heuschnupfen erhöht das Risiko für einen schweren Covid-19-Verlauf nicht.

So ernährt sich Deutschland

Wie viel Alkohol und Fast Food gegessen wird, hängt offenbar auch davon ab, wo man lebt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen