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Zwei Piloten im Cockpit eines Flugzeugs

Die Hälfte der Piloten sagen, dass sie selten oder nie in den Genuss einer ausreichenden Nachtruhe kämen. Häufig liege es am engen Zeitplan, dass der Schlaf zu kurz komme.
© pixel974 - Fotolia

Mo. 05. März 2012

Piloten und Zugführer mit Schlafmangel

Piloten und Bahnpersonal klagen mehr als andere darüber, dass fehlender Schlaf zu Problemen bei der Arbeit führt. Darunter kann auch die Sicherheit leiden.

Etwa jeweils ein Viertel der Bahnmitarbeiter und der Piloten haben in einer US-amerikanischen Umfrage angegeben, dass Schläfrigkeit sie mindestens einmal pro Woche bei ihrer Arbeit beeinträchtige. Bei nicht im Transportwesen Beschäftigten ist es gerade mal jeder Sechste. Darüber hinaus hatte eine nicht unbeträchtliche Zahl von Teilnehmern berichtet, dass Schläfrigkeit zu Sicherheitsproblemen bei der Arbeit geführt habe. Dabei muss man nicht einmal im Cockpit einer Boeing oder im Triebwagen eines Schnellzuges die Verantwortung tragen. Auch im eigenen PKW auf dem Weg zur Arbeit kann Schläfrigkeit schwerwiegende Folgen haben.

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Häufig liege es am engen Zeitplan, dass der Schlaf zu kurz komme, klagten viele Befragten. Von allen Arbeitnehmern berichten Bahnmitarbeiter und Piloten am häufigsten über Unzufriedenheit mit dem Schlaf. Fast zwei Drittel der Bahnmitarbeiter und die Hälfte der Piloten sagen, dass sie selten oder nie in den Genuss einer ausreichenden Nachtruhe kämen. Bei den Fernfahrern und Beschäftigten außerhalb des Transportwesens war es weniger als die Hälfte. Am ausgeruhtesten kamen unter anderem Bus- und Taxifahrer zur Arbeit. Umgekehrt nickten Piloten und Bahnmitarbeiter tagsüber am häufigsten ein.

"Transportarbeiter haben anspruchsvolle Zeitpläne, die mit dem natürlichen Schlafbedürfnis konkurrieren", sagte Dr. Thomas Balkin, Schlafforscher am Walter Reed Army Forschungsinstitut und zeigte sich beeindruckt, wie Transportprofis den fehlenden Schlaf mit einem Nickerchen auszugleichen vermochten. "Wir müssen besser verstehen, wie man solche Nickerchen nutzt und wie man Schlafdefizite reduziert."

10 Tipps für gesunden Schlaf

Falls Sie auch zu Tagesschläfrigkeit neigen, versuchen Sie es mal damit:

  1. Stehen Sie jeden Tag zur selben Zeit auf und gehen stets zur selben Zeit ins Bett.
  2. Verbringen Sie nicht mehr Zeit im Bett als nötig.
  3. Helles Licht stellt die "innere Uhr": Vermeiden Sie es am Abend, und nutzen Sie es am Morgen aus.
  4. Benutzen Sie Ihr Schlafzimmer nur zum Schlafen, nicht als Büro. Verbannen Sie Bildschirme und Akten.
  5. Kreieren Sie für sich ein Gute-Nacht-Ritual, zum Beispiel mit einem warmen Bad oder entspannender Musik.
  6. Schaffen Sie sich ein schönes Schlafumfeld mit einer bequemen Matratze und entsprechenden Kissen.
  7. Das Schlafzimmer sollte ruhig, dunkel und kühl sein.
  8. Verbannen Sie Sorgen aus Ihrem Schlaf. Notieren Sie sie und gehen Sie sie an – aber erst am nächsten Morgen.
  9. Wenn Sie partout nicht einschlafen können, verlassen Sie das Schlafzimmer und tun Sie etwas, das sie entspannt. Legen Sie sich erst wieder hin, wenn Sie sich müde fühlen.
  10. Verschaffen Sie sich Bewegung, am besten an der frischen Luft - vor dem Schlafengehen.

MP

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