Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Kein Cannabis für Touristen

Aktuelles

Coffeeshop in Amsterdam

Die Coffeeshops in den Niederlanden sollen in Clubs umgewandelt werden, zu denen nur noch Einheimische zutritt haben.
© Lsantilli - Fotolia

Mo. 30. April 2012

Niederlande: Kein Cannabis für Touristen

"Wir müssen leider draußen bleiben", heißt es für ausländische Touristen ab dem 1. Mai 2012 in vielen niederländischen Coffeeshops. In diesen Läden kann man legal Cannabis kaufen und konsumieren.

Anzeige

In den südlichen niederländischen Provinzen Noord-Barbant, Limburg und Zeeland beginnt es am 1. Mai 2012: Für Touristen bleiben dort fortan die Coffeeshops geschlossen. Bis 2013 soll dies nach und nach auch für alle rund 1.000 Coffeeshops in den Niederlanden gelten. Nach dem Willen der dortigen Regierung sollen die Coffeeshops in private Clubs umgewandelt werden, zu denen nur Mitglieder Zutritt haben. Maximal 2.000 Mitglieder, die über 18 Jahre alt sein müssen, darf ein Club haben. Der Clubbesitzer muss diese schriftlich nachweisen. Die Mitglieder sollen dann einen sogenannten "Hasch-Pass" erhalten, der ihnen Zutritt gewährt.

Drogen-Tourismus und -Kriminalität zu bekämpfen, sei das Ziel der Maßnahmen. Coffeshop-Besitzer, ihre Kundschaft und Anwälte protestieren. Nicht jeder, der sich in einem Coffeeshop mit Cannabis versorge, sei ein Wiederverkäufer, sondern decke seinen persönlichen Bedarf. Auch Amsterdams Bürgermeister Eberhard van der Laan zeigt sich wenig begeistert. Er befürchtet, dass ausländische Touristen ausbleiben könnten und strebt einen tragfähigen Kompromiss mit dem Justizministerium an. Niederländische Cannabis-Konsumenten haben eine weitere Befürchtung: Die Zahl der Coffeeshops könnte zukünftig nicht einmal für die einheimischen Kiffer ausreichen, zumindest in Großstädten.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mit Medikamenten Steuern sparen

Das Finanzamt rechnet einige Ausgaben für die Gesundheit in der Steuererklärung an.

Apotheken versorgen flächendeckend

Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort ist effizient, preiswert und sicher.

Langer Schulweg stresst Kinder

Die langen Fahrzeiten zur Schule wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Diabetes erhöht das Schlaganfallrisiko

Bei Frauen mit Diabetes ist die Gefahr für einen Hirnschlag um 50 Prozent erhöht.

Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Vor allem Einzelapotheken mussten in den vergangenen Monaten schließen.

Deutsche fordern mehr Routine bei OPs

9 von 10 Bürgern fordern Mindestmengen für bestimmte Operationen in Kliniken.

Schwarz-rot lehnt Impfpflicht ab

Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor.

Cannabis jetzt legal in Kalifornien

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Droge dort für Erwachsene frei erhältlich.

NAI vom 1.1.2018: Gesunde Ernährung

Im Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema gesunde Ernährung.

Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 2018

Ab 2018 haben Männer über 65 Anspruch auf ein Screening der Bauchschlagader.

Neue Antibiotika und Mittel gegen Krebs

Im kommenden Jahr werden rund 30 neue Medikamente zugelassen.

Nichtraucher werden: Diese 3 Tipps helfen

Ein Apotheker erklärt, wie der Rauchstopp klappen kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen