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Portrait von Bill Gates

Zurzeit laut Forbes-Liste nur noch der zweitreichste Mann: Microsoft-Gründer Bill Gates.
© Microsoft

Mo. 25. Juni 2012

Beruflicher Erfolg: Lernen von den Zweitbesten

Wer Erfolg haben will, sollte sich nicht an den Besten orientieren, sondern an den Zweitbesten. Das raten zwei Wissenschaftler und nennen Gründe.

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Besonderen Erfolgen liegen häufig besondere Umstände zugrunde, die sich häufig nicht nachahmen lassen. Wer Erfolg haben will, sollte sich deshalb nicht außergewöhnlich erfolgreiche Menschen zum Vorbild nehmen, sondern erfolgreiche, um sich bei deren Arbeitsweise und Erfolgsstrategie Anregungen zu holen. Das empfehlen – anders als manche Ratgeberliteratur zu diesem Thema – die britischen Wissenschaftler Dr. Chengwei Liu und Professor Dr. Jerker Denrell.

Als nicht nachahmenswertes und nachahmbares Beispiel nennen sie Microsoft-Gründer Bill Gates, einen der reichsten Männer der Welt. Zwar besitze er außergewöhnliches Talent im Programmieren, doch ohne glückliche Umstände hätte er sie nicht in der bekannten Art und Weise nutzen können: Weil er aus einer wohlhabenden Familie stammt, konnte Bill Gates Erfahrungen mit Computern sammeln, als weniger als 0,01 Prozent seiner Generation Zugang dazu hatten. Zudem war seine Mutter mit dem IBM-Vorstandvorsitzenden bekannt. Selbst wenn man alles so machen würde wie Gates, könne man dessen Erfolg nicht wiederholen, so die Forscher.

Die beiden Professoren gehen noch weiter. Nicht die Besten solle man belohnen, deren Erfolg häufig nicht unerheblich glücklichen Umständen abhänge, raten sie, sondern die Zweitbesten. Gleichzeitig ließe sich auch Skandalen und Krisen vorbeugen, wenn man sich klarmache, dass extreme Erfolge häufig durch Zufall, extreme Risikobereitschaft oder Betrügereien zustande kämen.

MP

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