Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Richtiges Verhalten bei Gewitter

Aktuelles

Weit verzweigter Blitz über einem Wald

Nur ein Teil der Blitze erreicht den Boden. Die meisten toben sich in den Wolken aus.
© soniccc - Fotolia

Mo. 02. Juli 2012

Gewitter: So verhalte ich mich richtig

Am Wochenende hat Blitzschlag drei Frauen in Hessen getötet und weitere Menschen verletzt. Wie man sich im Falle eines Gewitters schützen kann, erklärt Diplom Meteorologe Gerhard Lux, Pressesprecher des Deutschen Wetterdienstes.

Anzeige

Blitze entstehen, weil im Innern der gewaltigen Gewitter-Wolkentürme Wasser- und Eisteilchen wie in Fahrstühlen aneinander vorbei wirbeln und die elektrische Spannung erhöhen. Werden die Ladungsunterschiede zu groß gleichen sie sich mit Blitzen zwischen Wolke und Boden oder innerhalb der Wolke aus. Der Donner entsteht quasi als Begleitmusik: Weil der Blitz die Luft in Sekundenbruchteilen auf etwa 30.000 Grad Celsius aufheizt, dehnt sie sich explosionsartig aus. Durchschnittlich weit über 5000 Blitze zucken jeden Tag über Deutschland. Etwa ein Zehntel davon erreicht den Boden und kann dem Menschen gefährlich werden.

Sind solche Naturgewalten im Anmarsch, ist Vorsicht geboten: "Gewitter übersteht man am besten in festen Gebäuden oder im Auto", sagt Lux. "Wer im Freien davon überrascht wird, meidet lieber allein stehende Bäume, Metallzäune und Gewässer." Keinesfalls dürfe man der höchste Punkt in der Umgebung sein, warnt der Meteorologe. Sein Tipp: Gehen Sie in einer Bodenmulde in die Hocke, stellen Sie die Füße eng zusammen und schlingen Sie die Arme um die Beine.

Zu "schlauen" Bauernregeln wie "Vor Eichen sollst du weichen, Buchen sollst Du suchen" hat er eine eindeutige Meinung: "Das ist alles Quatsch! Dem Blitz ist es egal, in welchen Baum er einschlägt." Die einzige Faustregel, die er vor allem Besuchern von Freibädern und Badeseen nahelegt, lautet: "Ist ein Gewitter im Anmarsch, schnellstens raus aus dem Wasser!"

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Zähne: Viele Kinder putzen zu selten

20 Prozent schaffen es nicht, zweimal täglich die Zähne zu putzen.

Apotheker sollen fair vergütet werden

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Arzneimittelversorgung in Deutschland reformieren.

Antibabypille Trigoa wird zurückgerufen

Bei einigen Packungen drohen Anwendungsfehler und ungewollte Schwangerschaften.

Apotheker sammeln Spenden

Welche Organisationen und Projekte um Hilfe bitte, lesen Sie hier.

Stefanie Tücking: Todesursache bekannt

Die SWR3-Moderatorin ist an einer Lungenembolie gestorben.

Statine werden zu häufig verordnet

Ärzte vernachlässigen offenbar zu häufig die Gefahr von Nebenwirkungen.

Schadstoffe im Weihnachtsgebäck

Lebkuchen, Stollen & Co sind in diesem Jahr seltener mit Acrylamid belastet.

Kinderlose Senioren sind nicht einsam

Wer keine Kinder hat, pflegt im Alter engere Beziehungen zu Freunden und Bekannten.

NAI vom 1.12.2018: Weihnachts-Spezial

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Weihnachten.

Weihnachtspflanzen sind oft giftig

Amaryllis, Weihnachtsstern & Co können starke Vergiftungen auslösen.

Lesertelefon: Sicher Auto fahren im Alter

Experten beantworten Fragen zum Thema Fahrfitness im Alter.

Gefahr durch Medizinprodukte?

Prothesen und Implantate werden in Deutschland offenbar nur unzureichend geprüft.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen