Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik ABDA kritisiert Berechnungsmethode

Aktuelles

Apotheker berät Kundin.

Die Apotheken haben ihre Beratungsleistungen in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut.
© ABDA

Sa. 11. August 2012

Apothekenhonorar: ABDA kritisiert Berechnungsmethode

Die geplante Erhöhung der Apothekenvergütung von 25 Cent pro verschreibungspflichtiger Arzneimittelpackung sei unzureichend, bekräftigte die ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer Stellungnahme zum Referentenentwurf des Bundeswirtschaftsministeriums. Darin kritisiert die ABDA vor allem die Berechnungsmethode.

Dass der Festzuschlag für Arzneimittel auf Rezept aufgrund stark gestiegener Kosten der Apotheken angehoben werden muss, erkennt der Referentenentwurf an. Jedoch ist vorgesehen, vom errechneten Anpassungsbedarf den Anstieg des Rohertrags abzuziehen, den Apotheker in den letzten Jahren erzielt haben. Der Rohertrag bezeichnet, vereinfacht gesagt, die Handelsspanne der verkauften Ware. Das ist der Betrag, der übrig bleibt, wenn vom Verkaufspreis (ohne Mehrwertsteuer) der Einkaufspreis abgezogen wird.

Anzeige

Die Berechnungsmethode sei unlogisch und leistungsfeindlich, heißt es in der Stellungnahme der ABDA, die dem Bundeswirtschaftsministerium übersendet wurde. Denn der Rohertragsanstieg müsse zuerst einmal zur Deckung der Kosten für den wachsenden Leistungsumfang eingesetzt werden. So erhöht unter anderem die stetig steigende Zahl an Rabattverträgen den Aufwand für die Beratung der Patienten, was Mehrkosten für Personal mit entsprechenden Lohn- und Lohnnebenkosten zur Folge hat. ABDA-Präsident Heinz-Günter Wolf: "Die Rechenmethodik des Bundeswirtschaftsministeriums verweigert dem Inhaber einer Apotheke de facto einen angemessenen Unternehmerlohn für die Mehrleistung, die er erbringt. Er erhält damit über all die Jahre noch nicht einmal einen Inflationsausgleich."

Die Zahlen aus dem Referentenentwurf machen klar: Ohne die Methodik der Verrechnung des Rohertraganstiegs liegen die Zahlenwerke von Ministerium und ABDA im Ergebnis nicht weit auseinander. "Der errechnete Anpassungsbedarf des Festzuschlags für die Jahre 2002 bis 2011 von 1,03 Euro liegt sehr nahe bei dem von der ABDA für diesen Zeitraum dokumentierten Anpassungsbedarf von 1,04 Euro", schreibt die Dachorganisation der deutschen Apotheker in ihrer Stellungnahme.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Apotheken-Award 2017 verliehen

Drei innovative Projekte aus Bayern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt wurden ausgezeichnet.

Parodontitis: Therapie kommt oft zu spät

Viele Betroffene verlieren ihre Zähne, weil die Behandlung nicht rechtzeitig begonnen hat.

„Apotheker müssen zusammenhalten“

Ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Medikamente bleibt oberstes Ziel der Apotheker.

Mehr Angestellte in weniger Apotheken

Das geht aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2017 des Deutschen Apothekerverbands hervor.

Weniger Kinder gegen Masern geimpft

Experten weisen anlässlich der Europäischen Impfwoche auf heikle Impflücken hin.

Jürgen Marcus tritt nie wieder auf

Eine Lungenerkrankung zwingt ihn, sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen.

Arzneimittelausgaben mindern die Steuer

Wer Gesundheitskosten in der Steuererklärung angibt, kann evtl. Steuern sparen.

Tetesept ruft Hustensaft zurück

In eine Charge des Produkts können möglicherweise Glassplitter geraten sein.

Apotheken-Notdienst zu Ostern 2017

Auf aponet.de erfahren Sie, welche Apotheke in Ihrer Nähe an den Feiertagen geöffnet hat.

Wahl 2017: Apotheker legen Kernthesen vor

Deutschlands Apotheker haben ein Positionspapier zur Bundestagswahl veröffentlicht.

Tablettensucht ist weit verbreitet

In Deutschland sind sogar mehr Menschen von Medikamenten abhängig als von Alkohol.

Wie Bewegung bei Parkinson hilft

Durch gezieltes Training lernen Patienten, mit der Krankheit besser umzugehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Hören Sie noch gut? So erkennen Sie es.

Sivantos HörgeräteUngefähr 14 Millionen Menschen in Deutschland gelten als schwerhörig. Wir sagen Ihnen, welche Anzeichen und Ursachen es für Schwerhörigkeit gibt.

Mehr erfahren

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen