Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Krebsfrüherkennung soll verbessert werden

Aktuelles

Ältere Frau

Bisher wurden nur Frauen zwischen 50 und 65 zu Früherkennungsuntersuchungen eingeladen. Die Regierung möchte das ausbauen.
© Robert Kneschke - Fotolia

Do. 23. August 2012

Gesetzentwurf zum Ausbau der Krebsfrüherkennung beschlossen

Zukünftig soll die Krebsfrüherkennung in Deutschland verbessert und weiter ausgebaut werden. Dazu hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen. Dieser beinhaltet die Einrichtung sogenannter Krebsregister und regelmäßige Einladungen der Bürger zu Früherkennungsuntersuchungen. Als nächstes müssen Bundestag und Bundesrat das Gesetz befürworten.

Anzeige

Der Gesetzentwurf sieht vor, bundesweit klinische Krebsregister einzurichten. Diese Datenbanken enthalten Informationen zur Behandlung und zum Krankheitsverlauf von Krebspatienten aus ganz Deutschland. Zurzeit existieren landesweit etwa 50 solcher Register. Diese seien jedoch sehr unterschiedlich strukturiert, heißt es im Gesetzentwurf. Künftig sollen sie durch einen "bundeseinheitlichen Tumordatensatz" nach einheitlichen Kriterien erstellt werden. Finanziert werden sollen die Krebsregister laut Bundesministerium für Gesundheit (BMG) durch die Gesetzliche Krankenversicherung.

Die darüber hinaus vorgesehenen Einladungen zu Früherkennungsuntersuchungen gab es bislang nur zum Brustkrebsscreening für Frauen zwischen 50 und 65. Nun sollen bestimmte Altersgruppen per Brief auch an die Früherkennung von Darm- und Gebärmutterhalskrebs erinnert werden. Auch die Anschreiben zur Früherkennung sollen die Kassen übernehmen.

"Das Gesetz ist ein Fortschritt im Kampf gegen den Krebs und hilft uns, für viele Menschen eine bessere Versorgung zu gewährleisten", sagte Gesundheitsminister Daniel Bahr. "Wir wollen alle Anstrengungen unternehmen, damit dieser Krankheit besser vorgebeugt wird." In Deutschland sterben jährlich mehr als 218.000 Menschen an Krebs. Die Krankheit ist hierzulande somit die zweithäufigste Todesursache.

ah/PZ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Grippewelle steht kurz bevor

Insgesamt gibt es bislang deutlich weniger Grippekranke als in der vergangenen Saison.

Längere Arbeitszeit macht krank

Schon eine Stunde mehr pro Woche wirkt sich auf die Gesundheit aus.

Ernährung ist schuld an vielen Todesfällen

Jeder zweite Herz-Kreislauf-bedingte Todesfall in Europa könnte sich vermeiden lassen.

NAI vom 15.1.2019: Rückenleiden

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Rückenleiden.

Abgelaufene Medizin aussortieren

Nach Ablauf des Verfallsdatums dürfen Medikamente nicht mehr verwendet werden.

Ernährung: Hauptsache lecker

Das ist den Deutschen laut Ernährungsreport 2019 beim Essen am wichtigsten.

Hilfe bei der OP-Entscheidung

Operation ja oder nein? Wie Patienten die für sie richtige Entscheidung finden.

Zuzahlungsbefreiung jetzt beantragen

Übersteigt die jährliche Zuzahlung 2 Prozent des Bruttoeinkommens, greift die Befreiung.

Gute Vorsätze im Job leichter umsetzen

Für berufliche Neujahrsvorsätze ist der Glaube an die eigene Willenskraft ein entscheidender Faktor.

NAI vom 1.1.2019: Die Wahrheit über Zucker

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Zucker.

Jahresrückblick: Die Top 10 von aponet.de

Das sind die meistgelesenen Meldungen des Jahres 2018 auf aponet.de.

Demenz hat sich seit 1990 verdoppelt

Ein großer Teil der Erkrankungen wäre durch einen gesunden Lebensstil vermeidbar.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen