Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Pflege: Rechtzeitig darüber reden

Aktuelles

Seniorin sitzt mit Tochter auf dem Sofa.

Im Alter brauchen viele Menschen die Hilfe ihrer Kinder.
© Peter Maszlen - Fotolia

Di. 14. August 2012

Pflege der Eltern im Alter: Rechtzeitig darüber reden

Wenn es um das Thema Pflege der Eltern im Alter geht, stecken viele Familien den Kopf in den Sand. Eine Forschergruppe um Professor Dr. Angelika Zegerlin von der Universität Witten/Herdecke rät, bereits ab dem 60. Lebensjahr der Eltern darüber zu sprechen und die wichtigsten Regelungen zu treffen.

Anzeige

Warum sich viele scheuen, über die Frage der Pflege im Alter zu sprechen, ermittelten die Forscher in einer Umfrage. Als Gründe wurden unter anderem die Angst vor einer Antwort wie "ich kann dich nicht pflegen" genannt. Viele wollen den Kindern "nicht zur Last fallen" und gehen davon aus, dass sich alles regeln wird, wenn es soweit ist. "Es ist erstaunlich, dass man bei so wichtigen Lebensentscheidungen vieles dem Zufall überlässt", sagt Zegerlin.

"Oft beginnt es nach einem Klinikaufenthalt, dann müssen Entscheidungen rasch getroffen werden und dies in einem Feld, mit dem man sich noch nie beschäftigt hat", weiß die Pflegeexpertin. Dieser Handlungsdruck führe oft zu schlechten Lösungen, deshalb liege es im Interesse der Kinder, die Pflege der Eltern frühzeitig zu regeln. Zegerlin appelliert an die Kinder, das Thema anzusprechen und dabei die Wünsche der Eltern mit einzubeziehen. Spätestens ab dem 60. Geburtstag sei die Zeit gekommen, sich im Familienrat einen Plan für den Pflegefall zurechtzulegen, so die Professorin.

Es gibt heute viele Möglichkeiten, sich auf Alter und Pflegebedürftigkeit vorzubereiten. Laut der Wittener Forschungsgruppe sollte dabei solange wie möglich der Verbleib in der eigenen Wohnung Priorität haben: etwa durch Umbau, durch Einsatz von Pflegediensten oder flexiblen Hilfen. In manchen Fällen bietet sich auch ein Umzug in die Nähe der Kinder an. Zudem sei es sinnvoll, sich vorab verschiedene Einrichtungen für alte Menschen anzusehen, um ein Gespür für gute Angebote zu erhalten.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Mit Medikamenten Steuern sparen

Das Finanzamt rechnet einige Ausgaben für die Gesundheit in der Steuererklärung an.

Apotheken versorgen flächendeckend

Die Arzneimittelversorgung durch Apotheken vor Ort ist effizient, preiswert und sicher.

Langer Schulweg stresst Kinder

Die langen Fahrzeiten zur Schule wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Diabetes erhöht das Schlaganfallrisiko

Bei Frauen mit Diabetes ist die Gefahr für einen Hirnschlag um 50 Prozent erhöht.

Zahl der Apotheken in Deutschland sinkt weiter

Vor allem Einzelapotheken mussten in den vergangenen Monaten schließen.

Deutsche fordern mehr Routine bei OPs

9 von 10 Bürgern fordern Mindestmengen für bestimmte Operationen in Kliniken.

Schwarz-rot lehnt Impfpflicht ab

Das geht aus der Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage der FDP hervor.

Cannabis jetzt legal in Kalifornien

Seit Jahresbeginn 2018 ist die Droge dort für Erwachsene frei erhältlich.

NAI vom 1.1.2018: Gesunde Ernährung

Im Titelbeitag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um das Thema gesunde Ernährung.

Vorsorgeuntersuchung für Männer ab 2018

Ab 2018 haben Männer über 65 Anspruch auf ein Screening der Bauchschlagader.

Neue Antibiotika und Mittel gegen Krebs

Im kommenden Jahr werden rund 30 neue Medikamente zugelassen.

Nichtraucher werden: Diese 3 Tipps helfen

Ein Apotheker erklärt, wie der Rauchstopp klappen kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen