Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Bundesrat stärkt Verbraucherrecht

Aktuelles

Apothekerin berät Kundin.

Kunden können sich zukünftig darauf verlassen, dass rezeptpflichtige Arzneimittel sowohl im Versandhandel als auch in der Apotheke vor Ort dasselbe kosten.
© ABDA

Mo. 24. September 2012

Verbraucherrecht: Einheitliche Preise für rezeptpflichtige Medikamente

Deutsches Verbraucherrecht gilt auch für ausländische Versandapotheken. Der Bundesrat stimmte dem Zweiten Arzneimittelrechtsänderungsgesetz zu. Dadurch können sich die Patienten darauf verlassen, dass überall dieselben Preise für rezeptpflichtige Medikamente gelten.

Anzeige

"Wenn der Gesetzgeber und die Richter sich so einig sind wie bei diesem Aspekt des Verbraucherrechts, dann sind das gute Nachrichten für alle Patienten", sagt Heinz-Günter Wolf, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Das schafft die Verlässlichkeit für einen fairen Wettbewerb zwischen allen Apotheken, der über Leistung, Kompetenz und Service stattfinden muss."

Das Gesetz wurde bereits vom Bundestag verabschiedet. Es regelt unter anderem, dass rezeptpflichtige Medikamente überall dieselben Preise haben – und somit auch dieselben gesetzlichen Zuzahlungen in Höhe von 5 bis 10 Euro, die an die Krankenkassen gehen. Ende August hatten Deutschlands oberste Richter in Karlsruhe bereits in einem Verfahren die deutsche Arzneimittelpreisverordnung bestätigt (aponet.de berichtete).

2011 haben die Krankenkassen 1,833 Mrd. Euro an Zuzahlungen für Medikamente von ihren Versicherten eingezogen (2010: 1,767 Mrd. Euro) – im Durchschnitt 2,50 Euro pro Packung (2010: 2,40 Euro). Sie können ihre Versicherten jedoch problemlos davon befreien: Bei Überschreiten des Jahresbruttoeinkommens von 2 Prozent (chronisch Kranke: 1 Prozent) sollte man eine Befreiung beantragen. Ob das auf Ihr persönliches Einkommen zutrifft, können Sie mit dem Zuzahlungsrechner von aponet.de berechnen.

ABDA/RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Jeder zweite Raucher will aufhören

Gute Nachrichten: Vor allem jüngere Menschen wollen mit dem Rauchen aufhören.

Urlaub: Jeder Dritte kann nicht abschalten

Für viele Deutsche bedeutet der Sommerurlaub nicht nur Erholung.

Arme Kinder sehen schlechter

Experten fordern eine bessere Vorsorge für Kinder aus sozial benachteiligte Familien.

Valproat-Risiko: neue Patientenkarte

Frauen im gebärfähigen Alter bekommen zusätzliche Hinweise zur Sicherheit.

Weniger Medikamente frei von Zuzahlung

Die Befreiungsquote von Rabattarzneimitteln sinkt kontinuierlich.

Zu viel Fett fördert Darmkrebs

Fettige Nahrung, steigert das Darmkrebsrisiko. Warum das so ist, zeigten amerikanische Forscher.

Hilft Dehnen gegen Sportverletzungen?

Eine neue Studie zeigt, dass andere Übungen Sportverletzungen besser vorbeugen können als sich zu dehnen.

Urlaub für pflegende Angehörige

Es besteht ein Anspruch auf Ersatzleistungen von der Pflegekasse.

Europäer trinken zu viel Alkohol

Dadurch steigt die Gefahr für Krebserkrankungen des Verdauungstrakts deutlich.

NAI vom 1.7.2017: Lebenselixier Wasser

Diesmal dreht sich alles um das klare Nass: seine Vorteile für die Gesundheit und wie es dem Körper nutzt.

Lieferengpässe in der Apotheke vermeiden

Apotheker fordern: Die Lieferkette von Medikamenten muss transparenter werden.

Mehr Hautkrebs-Patienten in Kliniken

Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der Patienten um 17 Prozent gestiegen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen